Zum Mord an Maria durch die Polizei

Polizeiliche Todesschüsse in Berlin Friedrichshain – und der Protest dagegen wird zusammen geknüppelt – Eine Dossier von labournet.de mit Fotos vom Umbruch Bildarchiv

„… Am Freitag Morgen hat ein Team aus vier Polizisten Maria in ihrer Wohnung erschossen. In der Presse wird behauptet, sie wäre eine Bedrohung gewesen. Dabei war sie alleine in ihrem Zimmer eingeschlossen und die vier Polizisten hatten die Tür aufgebrochen. Kurz darauf traf sie eine Kugel tödlich. Maria hatte Multiple Sklerose und wog ca. 45 Kilogramm. Die Polizei war von Marias Untermieter in die Wohnung in der Grünberger Straße 46 gerufen worden. Continue reading

Schon wieder: Brandanschlag auf Polizeiwache

In Bremerhaven hat es vor einer Woche einen Brandanschlag auf das Polizeirevier Leherheide gegeben. Laut Polizei ist es in der Nacht zu vergangenen Freitag beim Zünden eines Brandsatzes zu einer Explosion vor der Eingangstür des Reviers gekommen. Die Polizei hatte bereits berichtet, dass versucht wurde, eine Fensterscheibe zur Straßenseite hin zu zertrümmern. Weitere Ermittlungen ergaben jetzt Hinweise auf Brandbeschleuniger. Laut Polizei wurde offenbar versucht, das gesamte Gebäude in Brand zu setzen. Nur durch glückliche Umstände sei kein größeres Feuer entstanden. Hinweise auf eine politisch motivierte Tat gibt es laut Polizei nicht.

Quelle: butenundbinnen.de

siehe auch
chronik.blackblogs.org: Brandanschlag auf Polizeiwache

Update: Parkbankprozess & Brief eines Gefangenen

Wie möchte euch an dieser Stelle den Blog zum Prozess gegen die drei von der Parkbank ans Herz legen.

Dort werden die Protokolle der Verhandlungen und die Prozesstermin hochgeladen.

Mittlerweile gibt es auch die ersten Interessanten Details zum Ausmaß der Überwachung durch die Bullen. Dazu wurde am Montag den 20.1.2020 offenbar, dass das Libertäre Zentrum (LIZ) in der Karolinenstraße, der Infoladen Schwarzmarkt und die Wohnanschrift unter der fadenscheinigen Begründung der „Gefahrenabwehr“ überwacht wurden. Continue reading

Tag X – Gemeinschaftlicher Widerstand gegen Repression

Dezentraler Aktionstag gegen Repression am Samstag vor dem Prozessauftakt zu den G20-Protesten am Rondenbarg

Im Juli 2017 haben wir uns international und spektrenübergreifend zu Zehntausenden nach Hamburg aufgemacht, um lautstark und entschlossen gegen das Gipfeltreffen der zwanzig wirtschaftlich und politisch mächtigsten Staaten der Welt zu protestieren. Wie bei anderen Zusammenkünften bürgerlicher Regierungen, autoritärer Regime und kriegsführender Militärblöcke haben wir es nicht hingenommen, dass sie ungestört ihre wirtschaftlichen und geopolitischen Interessen aushandeln können. Wir sind auf die Straße gegangen gegen die kapitalistischen Verhältnisse, die auf Unterdrückung und Ausbeutung beruhen und für den Tod von Millionen Menschen verantwortlich sind.
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Mobivideo Tag (((i))) 25.1.

Mobi Video auf Internet Archive

Am 25. Januar findet in Leipzig der bundesweite Aktionstag anlässlich des Verbotsverfahrens von linksunten.indymedia.org statt. Linksunten war die wichtigste strömungsübergreifende Nachrichten-,Informations- und Publikationsplattform für linke Aktivist*innen im deutschsprachigen Raum. Das fadenscheinige Verbot der Seite im August 2017 ist daher ein Angriff auf uns alle, den wir am 25. Januar beantworten werden! Kommt am Tag1) nach Leipzig, bereitet euch auf den Tag vor, organisiert gemeinsame Anreisen und lasst die Mobi in den kommenden Tagen in die heiße Phase gehen!

Bundesweiter Aktionstag – Tag2) 25. Januar
17 Uhr – Simsonplatz

Gegen Repression und Zensur!

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Bremer Jugendamt legt Minderjährige zum Abtransport in Handschellen


Wenn ihr das lest und euch das Vorgehen auch schockiert, schreibt doch gerne an die Innere Mission in Bremen, das Jugendamt oder die Sozialbehörde und positioniert euch.

Das Bremer Jugendamt hat auf Anweisung der Sozialbehörde begonnen, gegen Minderjährige Geflüchtete, die der Umverteilung in eine andere Stadt nicht folgen wollen, unmittelbaren Zwang anzuwenden. Das betrifft Jugendliche, deren Minderjährigkeit vom Jugendamt Bremen anerkannt wurde. Auf Bestreben des Landes Bremen (!) werden seit 2015 auch Minderjährige Geflüchtete bundesweit verteilt. Die Umverteilung ist jedoch ausgeschlossen, wenn sie dem Kindeswohl widerspricht. Meistens wissen die Jugendlichen nicht, dass sie gegen die Umverteilung rechtlich vorgehen können. Was ihnen bleibt, ist immer wieder zu betonen, dass sie nicht gehen wollen. Um die Umverteilung trotzdem durchzuführen, wendet das Bremer Jugendamt nun psychische und physische Gewalt an. Continue reading

Loïc: „Die Mauern niederreißen, die den Knast von der Außenwelt trennen!“

Wie die richtigen Worte finden, nach einem Jahr und vier Monaten Knast? Wie diese Mauer niederreißen, die die Außenwelt von der des Gefängnisses trennt? Im Knast habe ich mich aufgelöst, habe nicht mehr an mich gedacht. Ich habe mich geleert, um nicht zu leiden. Ich habe mich auch von meinen Erinnerungen abgekapselt, von dem, was Draußen passiert, um mich auf dieses neue Leben zu konzentrieren, das Leben mit den anderen Gefangenen. Dies war einer der Gründe, warum ich nur wenig Kraft hatte, um auf die vielen Briefe zu antworten, die ich bekommen habe. Heute stelle ich fest, dass ich nicht mehr viel fühle, dass ich keine Leidenschaft mehr habe (außer dem Schnee). Es herrscht Leere. Mein Geist ist woanders. Mir wohnt eine neue Auffassung der Zeit inne, ich erlebe Augenblicke des Betrachtens, der Stille, der Abwesenheit.

Der Prozess wurde immer weiter geschoben. Nun sollte er Ende April zum Abschluss kommen. Die Freilassung am 18. Dezember kam völlig unerwartet. Wenige Wochen zuvor hatte die Staatsanwaltschaft noch angekündigt gegen eine eventuelle Entscheidung des Gerichts zugunsten einer Freilassung vorzugehen. Ich erwartete allerhöchstens zwei Stunden auf freiem Fuß, bevor ich wieder eingesperrt würde, so wie es zwei anderen Angeklagten erging, die nach der Entlassung aufgrund des staatsanwaltschaftlichen Widerspruchs erneut in den Knast mussten. Ich hatte mich schon darauf vorbereitet zu sagen, ich wolle in der Zelle bleiben bis eine entgültige Entscheidung gefällt würde. Denn für zwei Stunden rauszukommen würde darüber hinaus, dass es einem das Gehirn zerdeppert, zusätzlich bedeuten, erneut ins Gebäude A zurückzukehren.
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13.-19.1. – Woche der Solidarität mit den politischen Gefangenen in Chile

Nunmehr seit Mitte Oktober dauert die Revolte in Chile an. Trotz eines schier unbegreiflichen Ausmaßes brutaler Gewalt durch die Bullen und das Militär, trotz der zeitweise verhängten nächtliche Ausgangssperren, der Folter und der Morde hat es die staatliche Repression nicht geschafft den Aufstand niederzuschlagen!

Die Leute vom A-Radio in Berlin haben nun einen Solidaritätsaufruf für die politischen Gefangenen in Chile übersetzt und vertont, den Beitrag könnt ihr euch hier anhören.

2019 haben wir nicht nur die Revolte in Chile gesehen. Wir eine ganze Welle von Aufständen über den ganzen Planeten schwappen sehen! Wer hätte gedacht, dass der überall erstarkenden Nationalismus, die neoliberale Zuspitzung der Ausbeutunge durch die Digitalisierung und die Allgemeine Verteuerung auf einen so entschlossen Widerstand stößt? Das sich die Revolten gegenseitig entfachen, ihr Wissen und ihre Taktiken teilen und vergreiten und auf der ganzen Welt die Polizei konfrontieren! Und es ist kein Ende in Sicht. Einige sprechen sogar von einer neuen Ära globaler anarchistisch inspirierter Revolten!

Mehr denn je, ist wegen der butalen staatlichen Repression unser revolutionärer Internationalismus und unsere Solidarität gefragt!

Unterstützt die Gefangenen der sozialen Revolte – in Chile und überall!

Prozess gegen Linksunten Indymedia startet in Leipzig

ALLE AUF NACH LEIPZIG BETROFFEN SIND EINIGE, GEMEINT SIND WIR ALLE!

Einige Zeit ist es nun her und lange ist es ruhig geblieben, seit im August 2017 eine der bedeutendsten Internetplattformen der radikalen Linken vom Innenministerium unter fadenscheinigen Begründungen verboten und daraufhin von den Betreiber*innen vom Netz genommen wurde. Seit 2009 begleitete uns linksunten.indymedia.org in unseren täglichen Kämpfen und stellte uns dafür ein geeignetes Medium zur Verfügung. Auf keiner anderen Plattform mit dieser Reichweite im deutschsprachigen Raum war es möglich, sich anonym und sicher auszutauschen, zu berichten und aufzuklären. Keine andere Plattform schaffte es, derart viele Spektren und Bewegungen zu vereinen, die sich aktiv daran beteiligten, linksradikale Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben.
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Gedenkkundgebung zum 15.Todestag von Laye Condé

Folgenden Aufruf haben wir über unseren Winterschlaf versäumt zu veröffentlichen. Wir bitten das zu entschuldigen.

Dienstag, 7. Januar 2020 | 17 Uhr | vor dem Gerhard-Marcks-Haus (Ostertorsteinweg)

Am 7. Januar 2005 starb Laye Condé an den Folgen derzwangsweisen Vergabe von Brechmitteln. Bis dahin war diese Maßnahme für staatliche Behörden ein alltägliches Mittel der „Beweisssicherung“. Inzwischen wird sie als Menschenrechtsverletzung angesehen.

Am 7. Januar 2020 wollen wir zum 15. Mal an den Todvon Herrn Condé erinnern. Wir wollen auch der vielen anderen Betroffenengedenken, die diese menschenverachtende Prozedur über sich ergehen lassen mussten. Über 1.200 Mal wurden in Bremen in der Zeit zwischen 1991 und 2005 Brechmittel vergeben.
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