500 in Bremen auf Demonstration gegen Rassismus und Sozialchauvinismus

text: Basisgruppe Antifa
bild: butenunbinnen

In Bremen haben gestern 500 Personen gegen Rassismus und Sozialchauvinismus demonstriert. Anlass war eine für heute geplante Veranstaltung mit Thilo Sarrazin im Wirtschaftsclub „Havanna Lounge“ in der Bremer Innenstadt. In Folge der Proteste war die Veranstaltung kurzfristig wieder abgesagt worden.

„Unsere Proteste waren erfolgreich. Thilo Sarrazin ist ein Rassist. Hunderte Bremer*innen haben heute gezeigt das dafür in Bremen unwidersprochen kein Platz ist“, freut sich Tobias Helfst vom Bremer Erwerbslosenverband.

„Unser Demonstration richtete sich nicht nur gegen Sarrazin sondern auch gegen den Zuspruch, den seine Ansichten auch in Bremen finden. Hiergegen werden wir auch weiterhin streiten müssen.“, so Tessa Roth von der Kampagne „Nationalismus ist keine Alternative“ Bremen.

Die Demonstration zog am frühen Abend aus dem Steintorviertel in die Bremer Innenstadt zur „Havanna Lounge“.

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Der Krieg und seine Logistik: Defender 2020

Europäisches Mega-Militärmanöver mit starker deutscher Beteiligung

Eine ganze Division US-Soldaten (Mannschaftsstärke circa 20 bis 25.000) und deren Material sollen aus den USA transportiert werden. Insgesamt werden wohl bis zu 40.000 Soldaten an dem Manöver beteiligt sein. Anfangs war die Rede davon, dass zehn Länder an der Übung beteiligt sein sollen, zwischenzeitlich wird von 15 NATO-Ländern und zwei Partnernationen berichtet. Die Verlegung der Truppen durch Deutschland und damit auch die Einbeziehung von Bundeswehrstandorten wird schwerpunktmäßig von April bis Mai 2020 stattfinden.
Bremerhaven wird für die Verbringung der Kriegsgüter eine wichtige Rolle spielen.

kopiert von imi-online.de

Ein neuer großer Krieg in der Mitte Europas? Für die NATO und die USA ist dies schon länger kein abstraktes Szenario, sondern eine Option, die ganz konkret vorbereitet wird. Dabei drehen sich die Überlegungen kaum um die Auswirkungen einer solchen Konfrontation für die Bevölkerung, sondern vor allem darum, Krieg in Europa führbar zu machen. Der Chef der US-Landstreitkräfte, General James McConville, sieht in einem Krieg auf dem europäischen Kontinent nicht die Gefahr einer humanitären Katastrophe, sondern die eines logistischen Alptraums.[1] Um dies zu vermeiden, beabsichtigen die Streitkräfte der USA mit Beteiligung anderer NATO-Staaten und der Bundeswehr im Frühjahr 2020 die Durchführung eines militärischen Großmanövers mit der Bezeichnung „DEFENDER 2020“ (DEF 20). Continue reading →

Zwangsräumung abgewendet

ESPABAUs hartnäckige Versuche, John aus seiner Wohnung zu schmeißen, scheitern vor Gericht.
40 Menschen begleiteten John zum Amtsgericht und zeigten Solidarität gegen Rassismus und Vermieter*innen. Dazu hatte das Bündnis Zwangsräumung verhindern aufgerufen und kippte so die Stimmung im Gerichtssaal. Das verhinderten auch Justiz-Bullen nicht, die zur Bewachung vor Ort waren. ESPABAU hielt allerdings an den rassistischen Kündigungen fest. Die Wohnungsbaugesellschaft drängte auf ein Urteil. Sie wollte den Räumungstitel und John auf die Straße setzen. Versuche des Gerichts, eine gütliche Einigung zu erzielen, lehnte sie kategorisch ab. Allerdings überzeugte keine der immer wieder nachgeschobenen Kündigungen den Richter. Die Klage von ESPABAU wurde abgewiesen. John kann wohnen bleiben. Continue reading

Die Kampagne Nationalismus ist keine Alternative besucht die Sparkasse Bremen

Nicht weniger als sieben hochrangige Mitarbeiter der Sparkasse Bremen sind Mitglieder des „exklusiven Wirtschaftsklubs“ Havanna Lounge und vernetzen sich dort mit anderen selbsternannten „Entscheidern“: Dr. Heiko Staroßon (Vorstand), Dr. Dirk Rollenhagen (Direktor Private Banking), Lars Friedrichsen (Abteilungsleiter), Heiko Jodeit (Direktor Firmenkunden), Björn Siemer (Immobilien), Thomas Fürst (Vorstand) und Torsten Nimz.
Auf die Einladung des Rassisten Thilo Sarrazin durch die Havana Lounge in Bremen kann es nur eine Antwort geben: Austritt!

Sarrazin halt’s Maul! Gegen Rassismus und Klassenkampf von Oben. Demo am Dienstag, 10. Dezember 2019 in Bremen ab 17 Uhr (pünktlich), Ziegenmarkt.

Demoaufruf: checkt basisgruppe-antifa.org

Evangelikaler in schulischer Jungengruppe

Die Wilhelm Kaisen Oberschule in Huckelriede kooperiert seit einiger Zeit mit Kirchengemeinden im Stadtteil. Die Kirchen sind zum Teil in das Betreuungsprogramm an den Nachmittagen eingebunden. Eines der Gruppenangebote, immer donnerstags für die sechsten Klassen, wird von Diakon Christian Kück geleitet.

    „Jahrgang 6 – donnerstags
    Jungengruppe KNr: 4 Hier sind die Jungs ganz unter sich und gestalten ihre Werkstatt nach ihren eigenen Wünschen. Wenn du Interesse an gemeinsamen Gesprächen, Spielen und vielen anderen Aktionen mit anderen Jungen hast, bist du in dieser Gruppe herzlich willkommen. Christian Kück Tn:12“

Webseite WKO 30.11.2019

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„Mehr Anschläge auf Autos in Bremen“

kopiert aus dem Weser Kurier

Die Bremer Polizei registriert eine Zunahme von Brandanschlägen auf Fahrzeuge. Im Vergleich zu 2018 sind mehr Autos attackiert worden. Die Ermittlungserfolge halten sich in Grenzen.


Die Anzahl der Anschläge auf Autos, wie hier bei Vonovia, ist 2019 gestiegen.

Die Zahl der Brandanschläge auf Autos und Nutzfahrzeuge in Bremen ist im laufenden Jahr gegenüber 2018 angewachsen. Das geht aus einer Antwort des Senats auf eine Anfrage des Bürgerschaftsabgeordneten Jan Timke (Bürger in Wut) hervor. Von Januar bis Ende Oktober wurden demnach im Stadtgebiet 34 Kraftfahrzeuge in Brand gesetzt. Noch nicht in der Statistik enthalten war demnach der Anschlag auf neun Firmenwagen des Immobilienunternehmens Vonovia in der Nacht auf den 3. November. Insgesamt stehen damit also bisher 43 durch Flammen beschädigte oder komplett ausgebrannte Fahrzeuge zu Buche, während die Polizei ihre Zahl für das gesamte vergangene Jahr mit 37 angibt. Continue reading

Nichts neues vom Bundeskriminalamt – der Fall Frank Magnitz

Januar 2019: ein Video aus Bremen macht überregional Schlagzeilen denn es soll zeigen, wie der AfD Bundestagsabgeordnete Frank Magnitz niedergeschlagen wird. Der Abgeordnete phantasierte sodann von einem „links-extremistisch“ motivierten Mordanschlag, durchgeführt mit einem massiven Schlagwerkzeug. Die Polizei griff das dankbar auf und seitdem ist der Fall als „Politisch motivierte Kriminalität – links -“ (PMK – links -) in den Polizeistatistiken und auch Verlautbarungen eingestuft, wiewohl es hierfür keinerlei Belege gibt, sieht man mal von den haltlosen Äußerungen des Abgeordneten und seiner AfD-KameradInnen ab. Auch das Bundeskriminalamt (BKA) hat den Vorgang mehrfach an prominenter Stelle ebenfalls dankbar aufgegriffen.

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Mission: Durch die Hintertür ins Klassenzimmer

Die Bremische Evangelische Kirche (BEK) hat sich auf ihrem Kirchentag am 27.und 28. November u.a. mit ihrer Jugendarbeit beschäftigt. Dabei ist es ein wichtiges Ziel der BEK, vorbei an gesetzliche Regelungen wie der Landesverfassung, in den öffentlichen Schulen zu missionieren.

Dazu hat die BEK schon seit 2014/15 bereits einen erheblichen Apparat aufgebaut, der es zum Teil schon erfolgreich in die Klassenzimmer geschafft hat.
In der Stelle für Medienpädagogik im Forum Kirche (Sieben Stellen) werden u.a. Lehrmaterialien für die staatlichen Schulen erstellt. Mit den Einrichtungen PIKs (Klassentage) und RAZ bei der Jugendkirche werden Kooperationen mit Schulen angestrebt. Bereits in 25 staatlichen Schulen hat es Veranstaltungen dieser Einrichtungen gegeben. Diese Angebote reichen von kurzen Workshops bis zu dreitägigen „Klassenfahrten“. Continue reading

“Stoppt den Angriff auf Rojava! Lichtermarsch für die Freiheit”

Bericht zur Demonstration am 30. November 2019

Die Auftaktkundgebung startete um 15:30 Uhr am Hauptbahnhof. Die ausgelegten Transparente sowie der Redebeitrag stießen auf viele neugierige Passant*innen. Viele nahmen Flyer entgegen, die über den Angriff der Türkei auf die Demokratische Konföderation Nordsyrien informierten. Um 16:15 setzte sich der von Kindern angeführte Laternenumzug, über die Straße Herdentor zum Domshof, in Bewegung.

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Chile: Territoriale Vollversammlungen

Die Gruppe Eiszeit aus Zürich hat einen weiteren Text aus Chile übersetzt, in dem über die Wichtigkeit und Möglichkeiten der territorialen Vollversammlungen reflektiert wird.

Die territorialen Vollversammlungen prägen das Bild des sozialen Aufstands in Chile. Sie wurden landesweit von der Bevölkerung ausgerufen, um die unmittelbaren Bedürfnisse des Kampfes zu stillen und die Ausbreitung des sozialen Konflikts zu fördern. In den Vollversammlungen wird über das aktuelle Vorgehen wie auch über die Grenzen und Forderungen der Bewegung gesprochen. Oft haben sie einen starken anti-institutionellen und anti-parteilichen Charakter. Die Vollversammlungen spiegeln – in noch embryonaler Weise – das tatsächliche Bedürfnis des Proletariats wider, sich mit klassenrepräsentativen Machtorganen auszustatten, die seine Bedürfnisse bis zum letzten Atemzug verteidigen und durchsetzen. Dies ohne sich auf Kompromisse mit der politischen Klasse einzulassen.
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