Evangelikaler in schulischer Jungengruppe

Die Wilhelm Kaisen Oberschule in Huckelriede kooperiert seit einiger Zeit mit Kirchengemeinden im Stadtteil. Die Kirchen sind zum Teil in das Betreuungsprogramm an den Nachmittagen eingebunden. Eines der Gruppenangebote, immer donnerstags für die sechsten Klassen, wird von Diakon Christian Kück geleitet.

    „Jahrgang 6 – donnerstags
    Jungengruppe KNr: 4 Hier sind die Jungs ganz unter sich und gestalten ihre Werkstatt nach ihren eigenen Wünschen. Wenn du Interesse an gemeinsamen Gesprächen, Spielen und vielen anderen Aktionen mit anderen Jungen hast, bist du in dieser Gruppe herzlich willkommen. Christian Kück Tn:12“

Webseite WKO 30.11.2019

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Mission: Durch die Hintertür ins Klassenzimmer

Die Bremische Evangelische Kirche (BEK) hat sich auf ihrem Kirchentag am 27.und 28. November u.a. mit ihrer Jugendarbeit beschäftigt. Dabei ist es ein wichtiges Ziel der BEK, vorbei an gesetzliche Regelungen wie der Landesverfassung, in den öffentlichen Schulen zu missionieren.

Dazu hat die BEK schon seit 2014/15 bereits einen erheblichen Apparat aufgebaut, der es zum Teil schon erfolgreich in die Klassenzimmer geschafft hat.
In der Stelle für Medienpädagogik im Forum Kirche (Sieben Stellen) werden u.a. Lehrmaterialien für die staatlichen Schulen erstellt. Mit den Einrichtungen PIKs (Klassentage) und RAZ bei der Jugendkirche werden Kooperationen mit Schulen angestrebt. Bereits in 25 staatlichen Schulen hat es Veranstaltungen dieser Einrichtungen gegeben. Diese Angebote reichen von kurzen Workshops bis zu dreitägigen „Klassenfahrten“. Continue reading

Bremischer Staatskirchenfilz konkret

„Die Kirchen und Religionsgesellschaften sind vom Staate getrennt“
Artikel 59 Satz 1

So lautet es in der Bremischen Landesverfassung. Die Realität ist eine andere.

Am 3. Juli trat das Landesparlament zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen und ca. eine Stunde zuvor fand der ökumenische Gottesdienst „An ge dacht“ um 8:45 Uhr in der „Liebfrauenkirche“, 100 Meter vom Landtag entfernt, statt.

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Die Religiösen sind Wahlsieger in Bremen

Die Wahlpartys sind beendet und der Koalitionspoker hat begonnen. Unbemerkt blieb die heimliche Wahlsiegerin: die Gruppe der Religiösen, die – verteilt auf die Listen von CDU, SPD und FDP – in „Fraktionsstärke“ in der Bürgerschaft vertreten sein wird. Ihr Spektrum reicht von Mitgliedern von Kirchenvorständen evangelischer Kirchengemeinden über christliche Evangelikale bis zu islamistischen Moscheegemeinden. Siebzehn von 69 Abgeordneten der Stadtbürgerschaft haben einen stark religiösen Hintergrund, ihr Engagement geht deutlich über die bloße, Beitrag zahlende, Mitgliedschaft hinaus.

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Gottlos gegen Recht und Ordnung


Das Leben des Brian lief auf der Leinwand (englisch mit deutschen Untertiteln), der Saal war voll, die Stimmung super. Karfreitag in Bremen, zu einem Zeitpunkt in dem das Bremische Feiertagsgesetz solche Vorführungen untersagt.

Die Staatsmacht wurde nicht tätig. Kein Verbot, keine Androhung eines Bußgeldes, kein Streifenwagen. Sie hat es gewusst. Presseerklärung schon vor Wochen, Artikel in der örtlichen TAZ, Facebook, Plakate …

An Führungsschwäche und innerer Einstellung des obersten Dienstherren der Ordnungsmacht, Innensenator Mäurer, lag es gewiss nicht. Noch vor zwei Jahren diskutierte er in einer Kirchengemeinde, gemeinsam mit Tassis (AfD) und Elisabeth Motschmann (evangelikale/ CDU) über die Rolle von Christen in der Politik. Mangelnde Tatkraft kann man dem Christenmenschen Mäurer gewiss auch nicht vorwerfen. Unlängst konnte Mäurer den Sieg seiner Juristen gegen die deutsche Fußballliga vermelden. Anfang des Jahres schickte er eine ganze Hundertschaft mit Spezialkräften (SEK) aus, um die Räumung einer Wohnung gegen eine Blockade von Menschen aus dem Bündnis „Zwangsräumung verhindern“ durchzusetzen.

Es scheint sich in den führenden Kreisen der bremischen Politik herumgesprochen zu haben, dass die Schar der Kirchenmitglieder in der Hansestadt zu einer Minderheit geworden ist. Daraus folgt: Die Durchsetzung von kirchlich religiösen Dogmen und Moralvorstellungen als allgemeinverbindlich per Gesetz durchzusetzende Handlungsverbote und Gebote trägt nicht mehr. Die staatsgetragenen Großkirchen sind im Niederlagenmodus. Das kirchliche Arbeitsrecht wankt. Die Austrittszahlen schnellen in die Höhe und das öffentliche Ansehen von Kirche und Klerus war noch nie so mies wie 2019.

Für die Vorführung des Films haben die Veranstalter*innen keine Sondererlaubnis beantragt.

Die Abschaffung überlebter gesetzlicher Regelungen finden statt indem Menschen die antiken unsinnigen Regeln brechen. Die Beantragung der Ausnahme, ist die Anerkennung der Regel.

Somit sehen sie auch einem nachträglichen Bußgeldbescheid gelassen entgegen. Der daraus entstehende Schaden für Kirche und Staat wird um ein vielfaches höher als die eingeforderte Buße.