Weil wir noch leben dürfen, sind wir verpflichtet, etwas zu machen

Weil wir noch leben dürfen, sind wir verpflichtet, etwas zu machen – Marxismus, Anarchismus und die Frage nach dem Staat.

Am Mittwoch, 19. Oktober, veranstalten wir im paradox um 19 Uhr eine Podiumsdiskussion, zu der wir euch herzlich einladen wollen!
• Christoph Spehr (Landessprecher der Partei DIE LINKE Bremen)
• Gerald Grüneklee (Buchhändler „Der Ziegelbrenner“)
• Moritz Zeiler (Autor Materialistische Staatskritik) und voraussichtlich ein:e weitere:r Sprecher:in werden folgende Fragen der Panel-Beschreibung besprechen:

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Auf geht’s, ab geht’s, entspannt militant.

Zur Militanzdebatte in der Klimabewegung

Stoppt das Bullshit Bingo!

Dass zurzeit in der Klimabewegung ständig der Begriff „Militanz“ fällt, erinnert uns ein bisschen an das an Gerede über Blockchain oder AI. Ein Buzzword, das wichtig klingt, wenig bedeutet und vor allem beeindrucken soll. Diejenigen, die es verwenden, wirken automatisch effektiver und authentischer im Kampf gegen die Gesamtscheiße.

Militanz also.

Wenn es bei der Militanzdebatte nur um ein Label geht – als würden wir uns beim diskutieren um ein Bild von uns selbst drehen –, so ist das auch nur Teil des Protestspektakels; es hilft uns überhaupt nicht dabei, dem Kapitalismus Widerstand zu leisten, während er die Menschen und die Welt weiter in den Staub trampelt. Und wenn wir die Art und Weise unserer Kämpfe nicht ändern, sind das alles bloß hohle Phrasen!

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Einführungsworkshop Marx for Beginners


Am 12.6. machen wir, Falken, einen Einführungsworkshop in Marx` Kritik des Kapitalismus. Der Workshop richtet sich an interessierte Einsteiger*innen. Es ist kein Vorwissen nötig, es wird viel Raum für Fragen und Diskussionen geben. In dem Workshop nähren wir uns mit Spielen, Gruppenarbeiten und kurzen Textausschnitten aus dem Kapital den grundlegenden Begriffen von Marx Theorie. Der Workshop wird von Nele Fuchs und Moritz Zeiler geleitet.

checkt falken-bremen.de

Anmeldung unter: info@falken-bremen.de

TOGETHER IN LOVE AND RAGE Kongress für die anarcha-queerfeministische Revolte

Liebe Kompliz*innen,

wir haben endlich das vorläufige Programm zusammengestellt und veröffentlicht. In den nächsten Tagen kommen noch mehr Infos dazu. Guckt also gerne immer mal wieder rein. Wir freuen uns auf euch! [siehe unten]

Dear accomplices,

We have finally put together and published the preliminary program. More information will be added in the next few days. So feel free to check back from time to time. We are looking forward to seeing you! [down below] Continue reading

Gruppe Autonomie und Solidarität: Kritik am Umgang mit der COVID 19 Pandemie

Folgendes Positionspapier der antiautoritären Gruppe „Autonomie und Solidarität“ wurde uns zugeschickt. Der Text befasst sich kritisch mit dem Umgang der linken Szene mit der staatlichen Pandemiepolitik:

Autonomie und Solidarität

Die in Schockstarre und Ohnmacht gefangene linke Szene hat auch nach zwei Jahren Corona-Pandemie noch keine Position gefunden, welche eine Antwort auf die staatliche Pandemiepolitik darstellt. Wir wollen hiermit eine anti-autoritäre, staatskritische, wissenschaftsbasierte und solidarische Position der Linken in der Coronakrise vorschlagen. Selbst wenn sich das Ganze jetzt dem Ende zuneigen sollte, wollen wir dazu anregen ein Resümee zu ziehen und die Rolle der Linken zu reflektieren. Gesundheitsschutz und Ablehnung von Autorität schließen sich dabei nicht aus. Man kann sehr gut autonom und solidarisch handeln anstatt fremdbestimmt und unsolidarisch. Dass „Menschen vor Corona schützen“ und „autoritäre Maßnahmen ablehnen“ einander ausschließen, ist ein konstruierter Gegensatz.​​​​​ ​​ Continue reading

VA: Hans-Jürgen Krahls Antiautoritärer Marxismus

Hans-Jürgen Krahls Antiautoritärer Marxismus
Buchvorstellung mit Meike Gerber, Emanuel Kapfinger und Julian Volz
28.04.2022 | 19.30 Uhr | Galerie K’, Alexanderstraße 9b, 28203 Bremen 


Hans-Jürgen Krahl war ein unglaublicher Revolutionär: Um 1968 gab es wenige, die den Versuch einer »historisch angemessenen Vermittlung von Theorie und Praxis« derart intensiv betrieben haben wie er. Er stellte sich nicht nur entschieden gegen eine autoritäre Wende der Studierendenbewegung, sondern setzte ihr ein Modell antiautoritärer Emanzipation entgegen. Als einer der Theorieköpfe von ’68 debattierte er mit den Intellektuellen der Frankfurter Schule auf Augenhöhe und arbeitete an einer eigenständigen Weiterentwicklung der Kritischen Theorie. Trotz seines frühen Todes mit 27 Jahren hinterließ er ein faszinierendes Lebenswerk, das auch heute einen wichtigen Fundus für Theorie und Praxis der antiautoritären Linken bietet. Continue reading

Lesekreis zu revolutionärem Marxismus

Nach dem Tod von Marx und Engels erlangte der Marxismus mit dem rasanten Wachstum der Arbeiterbewegung und der Entstehung der Zweiten Internationale den Charakter einer politi­schen Massenbewegung, die sich in alle Teile der Welt verbreitete. Wir möchten uns im Lesekreis genauer anschauen, worin der berühmt-berüchtigte Marxismus der Arbeiterbe­wegung bestanden hat: Was war das Ziel der 1917 eingeleiteten internationalen Revolution und wie ist diese gescheitert? Welche politischen und ideologischen Konsequenzen folgten daraus? Continue reading

Die Invasion der Ukraine: Anarchistische Interventionen und geopolitische Veränderungen

»Das eine ist gestorben. Dieses wird auch sterben.«

Eine Analyse von Peter Gelderloos via itsgoingdown

Der derzeitige Krieg in der Ukraine ist nicht nur für diejenigen unter uns schwer zu ertragen, die Freund*innen und Gefährt*innen haben, die dort drüben kämpfen oder überleben, oder die bereits geflohen sind und sich nun obdachlos wiederfinden, viele von ihnen zum zweiten Mal, wie im Falle der vielen Geflüchteten, die dort in den letzten Jahren Zuflucht gefunden hatten.

Es ist auch schwierig zu wissen, wie wir uns positionieren sollen, wenn man bedenkt, dass dies überwiegend ein Konflikt mit nur zwei Seiten zu sein scheint, und beide Seiten – NATO und Russland – systematisch in Folter, Mord, Unterdrückung, Ausbeutung, Rassismus und Umweltzerstörung im eigenen Land und auf der ganzen Welt verwickelt sind.

Wenn wir als Anarchist*Innen die Welt um uns herum betrachten, müssen wir uns der Kampagnen von Staaten und der Strukturen des Kapitalismus bewusst sein, aber in unserer Analyse auch immer Raum für die Bedürfnisse und Aktionen von Menschen außerhalb und gegen diese Kräfte schaffen. Continue reading

»Der Green Pass ist ein reines Propagandainstrument«

Via jungle.world teilen wir ein Interview mit Wu Ming über die Notwendigkeit trotz verbreitetem Verschwöhrungsglauben weiterhin in soziale Bewegungen zu intervenieren. Dabei geht Wu Ming insbesondere auf die Bewegung gegen den Green Pass, also das italienische Pendant zum digitalen Impfpass ein.
Nachdem der Artikel Über Covid-Zertifikate, Impfungen und QR-Codes auf endofroad für einiges an Diskussionen, Antisemitismusverwürfen und Unmut in den Kommentarspalten gesorgt hat, ist dieses Interview vielleicht eine gelungene „Antwort“ zur Vertiefung dieser Diskussion. Schließlich müssen wir davon ausgehen, dass auch in zukünfitigen sozialen Bewegungen immer Verschwörungserzählungen und pseudo-wissenschaftliche Erklärungen präsent sein werden. Wie können wir also weiterhin auf den Straßen präsent sein, ohne zu paternalistischen Erziehenden zu werden und ohne die Herrschenden in Schutz zu nehmen?
 
Ein Gespräch mit dem Autorenkollektiv Wu Ming über Kritik an Italiens Pandemiepolitik.
Das linke Autorenkollektiv Wu Ming spricht im Interview über Proteste gegen den sogenannten Green Pass in Italien, Verschwörungsglauben und radikale Kritik an der Pandemiepolitik.
 
Interview Von Federica Matteoni

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Zwanzig notwendige Anmerkungen zu den gegen-wärtigen Konfliktualitäten und Perspektiven.

Dieser Text wurde aus dem aktuellen Autonomen Blättchen gestohlen. Er wird wohl wütende Reaktionen und Streit hervorbringen, aber das erscheint mir in Zeiten des nahenden Abgrunds auch wichtig. Und vielleicht, schaffen die empörten Reaktionen es ja auch über die Kommentarspalten hinaus. Höchste Zeit jedefalls, dass wir uns, uns lieb gewonnener Bequemlichkeiten entledigen und wir diesen gefährlich Weg zu gehen beginnen – in Richtung um Umsturz, in Richtung Aufstand.

Viel Spaß beim lesen!

„Teil 1

Eins: Alle Regierungen sind schlecht. Rechte, linke, ultrarechte, … alle. Sie handeln nicht in unserem Interesse, den Menschen von unten, wie die Zapatisten sagen würden. Covid 19 hat wie in einem Brennglas den grundsätzlichen Antagonismus zwischen denen, die die Welt neu erschaffen müssen, damit es eine Welt überhaupt geben kann und denen die in unterschiedlichen Formen, an der bestehenden Welt, der Welt des Untergangs festhalten, an ihrer Konsistenz partizipieren, zum Ausdruck gebracht. Continue reading