Angriff auf Haus und Grund – Tu Mal Wat in Bremen

„In der Nacht zum 2.Oktober 2019 haben wir die Beratungs- und Verwaltungsräume von Haus und Grund in Bremen mit Farbflaschen, Steinen, Hämmern angegriffen und mit einem Farblöscher in einen Raum gesprüht.

Wer ist Haus und Grund?

„Privates Eigentum ist das Fundament jeder freiheitlichen Gesellschaft. Wir bekennen uns zu diesem Wert. Daher schützen, sichern und stärken wir mit unüberhörbarer Stimme das private Haus-, Wohnungs- und Grundeigentum. Mit diesem Anliegen wenden wir uns an Politik, Verwaltung, Wirtschaft sowie die Medien als Multiplikatoren unserer Botschaft. Unsere Mitgliederzahl sowie die unbestrittene Fachkompetenz verleihen Haus & Grund eine starke Stimme. Und mit jedem neuen Mitglied wächst unsere Meinungsmacht.“(Aus der Selbstdarstellung des Bremer Ortsvereins) Continue reading

Für Deutschland keinen Finger krumm, 20 Semester Minimum!

BEITRAG DER BASISGRUPPE ANTIFA ZUR KRITISCHEN ORIENTIERUNGSWOCHE AN DER UNI

27. September: Klönschnack im Infoladen: BA kennenlernen
9. Oktober: „Ohne revolutionäre Organisierung gehts (leider) nicht“
10. Oktober: „Kämpfe ums Wohnen“
25. Oktober: Klönschnack im Infoladen: Wohnungskämpfe

Anfang Oktober beginnt an der Universität Bremen wieder das neue Semester und auch wir gehen da hin – jedenfalls um einige Veranstaltungen im Rahmen der jährlichen „kritischen Orientierungswoche“ anzubieten.

Mit zwei Veranstaltungen, zu Wohnungspolitik und der Frage nach revolutionärer Organisierung sowie einem Wohnungskämpfe-Cafe werden auch wir uns unter die angehenden Möchtegern-Akademiker*innen mischen.

Deswegen: Egal, ob du auch die ganz große Uni-Karriere planst, sie bereits hinter dir hast oder vielleicht auch immer so „gut“ in der Schule warst wie wir. Komm vorbei, wir freuen uns sehr auf dich!

Los geht am 9. Oktober um 10 Uhr zum Thema „Ohne revolutionäre Organisierung gehts (leider) nicht“. Bei dieser Veranstaltung wollen wir dir nicht nur uns und das kommunistische „ums Ganze!“ Bündnis vorstellen, sondern auch eine grundsätzliche Einführung in das Thema (Selbst)Organisierung bieten.

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Aufruf: Begleite mit uns John zum Gericht

Donnerstag, 29. August 2019 | 9 Uhr | Amtsgericht Bremen

John soll vertrieben werden.
Die ESPABAU möchte ihn loswerden.
Obwohl er regelmäßig zahlt und pflegsam mit der Wohnung umgeht, soll John ausziehen. Warum? John hat von seinem Recht als Mieter Gebrauch gemacht und sich wiederholt über falsche Nebenkostenabrechnungen und Verstöße gegen die Hausordnung beschwert. Von der ESPABAU wurde er darin nicht ernst genommen. Auch gegen rassistische Angriffe, die im Haus passierten, hat sich die ESPABAU nicht mit John solidarisiert. Ein fadenscheiniges Hausverbot gegen die Person, die ihn angegriffen hat, den Partner seiner Nachbarin, wurde zwar ausgesprochen, aber nie durchgesetzt. Er hat John körperlich attackiert und ihm sogar seine Haustür eingetreten. Die ESPABAU hat die Tür bis heute nicht reparieren lassen. Stattdessen hat sie diese Zustände über Monate hingenommen. Und schließlich landet ein Räumungsbescheid in Johns Briefkasten.

Warum wurde John gekündigt?

Kann es daran liegen, dass er seine Rechte als Mieter wahrnimmt? Kann es daran liegen, dass er einfordert, sicher und ohne Angst leben zu können? Wohl eher nicht.

Es geht um Rassismus, der alltäglich ist.

Der Rassismus des Angreifers wird fortgesetzt durch die rassistische Wahrnehmung der ESPABAU. In einer Verkehrung von Täter und Opfer wird der angegriffene John nicht ernst genommen und als Verursacher der Probleme gesehen. Die ESPABAU nutzte bereits mehrere Vorwände, um John Kündigungen auszusprechen, die nicht haltbar waren – nun soll ein Gericht entscheiden. An einer Einigung war die ESPABAU nicht interessiert: Sie bot John zwar Geld an, aber nicht, in eine andere, gleichwertige Wohnung zu ziehen. Sie will ihn auf die Straße setzen.

Die ESPABAU hat die Macht auf ihrer Seite.

Vermieter*innen sitzen immer am längeren Hebel. Ständig müssen wir Mieter*innen uns für Reparaturen einsetzen und überwachen, ob die Vermieter*in mal wieder bei der Nebenkostenabrechnung bescheißt.
Alle müssen wohnen, trotzdem bleibt Wohnen im Kapitalismus immer prekär.
Und wer nicht mehr zahlen will oder kann oder Probleme macht, fliegt raus. Die ESPABAU und andere Wohnungseigentümer*innen können nur mit Kündigungen drohen, weil Gerichtsvollzieher*innen und Polizei durchsetzen, dass Menschen auf der Straße landen. Dagegen wehren wir uns als Bündnis gegen Zwangsräumungen.

John hat uns auf seiner Seite.

Jetzt steht der letzte Verhandlungstag an. Wir kommen auch zum Amtsgericht. Gegen den Angriff der ESPABAU setzen wir unsere Solidarität. Gegen das Durchdrücken von rassistisch motivierten Kündigungen im Gerichtssaal setzen wir die öffentliche Anklage und den politischen Widerstand. Die Häuser denen, die drin wohnen!

Begleite mit uns John zum Gericht!

Lass uns der ESPABAU klarmachen, dass selbstherrliche rassistische Kündigungen nicht akzeptiert werden.
Gegen Kündigungen, Zwangsräumungen und Rassismus!

Komm am 29.8. um 9:00 Uhr zum Amtsgericht Bremen
Ostertorstr. 25-31

Du findest uns im Netz, kannst uns aber auch anrufen:
zwangsraeumungverhindern-bremen@riseup.net
facebook.com/Zwangsraeumungenverhindern
twitter.com/BVerhindern
0176 86 54 62 83

Aufwertung? Abwerten! Angriffe auf Immobilienbüros und Vonovia

Erklärung zu den Angriffen & Aufruf zu direkten Aktionen gegen die Profiteur*innen der Verdrängung

In Bremen lassen sich aktuell zwei Tendenzen beobachten. Zum einen wird die Stadt der Reichen unaufhörlich vorangetrieben. Die Aufwertung geht einher mit Sanierungen, dem Neubau von luxuriösen Eigentumswohnungen, der Umwandlung von Mietwohnungen zu Eigentumswohnungen, der Etablierung hochpreisiger Läden, zunehmender Präsenz von Polizei, Objektschutz und Ordnungsamt, genereller Säuberung des Straßenbildes von Graffiti, von marginalisierten Gruppen und nicht-konformen Personen, wie z.B. Obdachlosen, Sexarbeiter*innen, Menschen mit vermeintlichem Migrationshintergrund, queeren Menschen, Drogenkonsument*innen, vermeintlichen Drogendealer*innen, etc.

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VA: „Kick it Like Sweden: „Warum Mieter*innen eine Gewerkschaft brauchen“

Donnerstag, 11. Juli 2019 | 20 Uhr | Paradox

Während die Mieten steigen und die Wohnungen vergammeln, wird die Wohnungssuche auch in Bremen immer schwieriger. Dabei werden immer mehr Menschen mit geringen Einkommen an den Stadtrand gedrängt. Angesagte Stadtteile wie die vordere Neustadt oder Walle werden “aufgewertet” – davon haben aber nur die Mieter*innen etwas, die sie sich ihre Wohnung dort auch in Zukunft leisten können. Sicher, trocken und in der Nähe des sozialen Umfelds zu wohnen wird Luxus.

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Vonovia-Karre in Walle abgebrannt!

Bild einer ähnlichen Aktion in Berlin aus dem letzten Jahr

Normalerweise würde an dieser Stelle eine mehr oder weniger umfangreiche Zusammenstellung von Gründen stehen, Gründe die unsere Aktion als legitimes und wichtiges Mittel darstellen. Und es gibt vieles was sich über Vonovia schreiben ließe und darüber warum sie zum Ziel von Angriffen werden sollten. Continue reading

Demo der Vonovia Mieter*innen zeigt erste Erfolge


Vor einigen Wochen sind Mieterinnen und Mieter gemeinsam vor das vonovia Büro in Gröpelingen gezogen und haben dort öffentlichkeitswirksam ihre Forderungen abgegeben. Eine der Forderungen war, dass vonovia alle Belege und Rechnungen herausgibt, auf denen die Betriebskosten Abrechnungen erstellt wurden. Damit wir überprüfen können, ob die steigenden Betriebskosten auf falschen Berechnungen beruhen – wie nicht selten der Fall bei vonovia. Sollte sich das bewahrheiten, muss vonovia uns Geld zurück zahlen.

Eine Woche vor Ablauf der von uns gesetzten Frist sind beim Mieter*innen Komitee nun sechs große Ordner mit Rechnungen und Belegen eingetroffen. Weitere sollen folgen. Wofür Anwält*innen und Mieterverein teils Jahre rechtlich kämpfen, haben wir durch unsere gemeinsame Aktion innerhalb von drei Wochhen erreicht. Das zeigt einmal mehr, dass es sich lohnt, sich zu organisieren und zusammen zu kämpfen !

Wenn vonovia denkt, wir sind von dem Papierberg abgeschreckt, haben sie sich getäuscht. Wir sind hoch motiviert, uns gemeinsam bei Kaffee und Kuchen durch die Rechnungen zu arbeiten und falsche Berechnungen aufzuzeigen. Das Schöne dabei ist, dass wir uns nicht nur erfolgreich gemeinsam wehren, sondern sich immer mehr Mieterinnen und Mieter untereinander kennen lernen.

Unsere Forderungen sind aber noch nicht erfüllt. Neben den Belegen haben wir von vonovia u.a. eine Liste mit allen geplanten Modernisierungen in Gröpelingen und lokale Ansprechpartner gefordert. Unser Protest geht also weiter. Wir sind erst am Anfang und kommen gerade erst richtig in Fahrt. Und bestimmt brauchen wir bei unserer nächsten Aktion wieder eure
Unterstützung !!

„Protest gegen Vonovia in Bremen-Gröpelingen“

kopiert aus dem Weser Kurier

In Gröpelingen haben Mieter gegen das Auftreten des Wohnungsunternehmens Vonovia protestiert. Sie kritisieren vor allem steigende Nebenkosten und nicht nachvollziehbare Abrechnungen.


Rund 100 Personen kamen zu der Demonstration.

Mit Trillerpfeifen, Ratschen und Hupen sind am Mittwochnachmittag Vonovia-Mieter gemeinsam mit vielen Unterstützern durch Gröpelingen gezogen. Continue reading

Mieter*innen Demo in Gröpelingen – vonovia stoppen !

Mittwoch, 10.04. um 14 Uhr,
Treffpunkt: Nahkauf in der Seewenjestraße 77

Wir brauchen eure Unterstützung !!!

Seit einigen Monaten organisieren sich Mieter*innen von vonovia in Gröpelingen gemeinsam mit Solidarisch in Gröpelingen. Auf mehreren Versammlungen mit teilweise über 80 Mieter*innen wurde deutlich, dass hohe und intransparente Betriebskosten Abrechnungen und Modernisierungen eines der Hauptprobleme sind. Hinzu kommt eine schlechte Erreichbarkeit und mangelnder Service.

Auf den Versammlungen wurde ein gemeinsames Vorgehen beschlossen: Die Mieter*innen haben gemeinsam Widerspruch gegen die Betriebskosten Abrechnungen eingelegt. Sie fordern von vonovia, die Belege und Rechnungen, auf deren Grundlage die Abrechnungen berechnet sind. Da vonovia in der gesetzten Frist nicht reagiert hat, haben die Mieter*innen nun den nächsten Schritt geplant: Eine Demonstration zum vonovia Büro in Gröpelingen, wo die Forderungen lautstark und medienwirksam übergeben werden.

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