Wieviel Sinn macht Wählen?

Mittwoch 15 September 2021 | 19 Uhr | Solidarischen Zentrum in der Lindenstraße 1b

Die Sprechblasen der Kanzlerkandidat*innen klingen ziemlich gleich, die Parteiprogramme schwammig und nach der Wahl sind all die Versprechen gleich Schall und Rauch. Die Erfahrungen aus den vergangenen Wahlen lassen den Schluss zu, dass sie nur wenig ändern oder etwas verbessern. Geht es also nur um die Auswahl von neuem Personal für die immer gleiche Politik? Entscheiden die Sympathien der Wähler*innen lediglich wer in den Genuss der Minister*innengehälter kommt? Gefährdet nicht wählen die Demokratie? Continue reading

Müller & Bremermann-Immobilien angegriffen!

Kopiert von indymedia

Gerhard Bremermann (Links) Daniel Günther (Rechts) und Luxusappartements in der Sögestr (Rechts Oben)

Gestern Nacht haben wir am Hauptsitz der Firma Müller & BremermannImmobilien (M&B-I) in der Franz-Schütte-Allee 250 in Horn-Lehe etliche Scheiben eingeschlagen. Die bruchsicheren Fenster waren eine echte Herausforderung und es war kaum möglich diese komplett durchzuschlagen. Dennoch sind wir optimistisch einen großen Schaden verursacht zu haben. Zur Erinnerung: Vor knapp zwei Monaten, am 14. Juli, wurde im Steintorviertel eine Zwangsräumung brutal von den Bullen durchgesetzt. Und das weil sich die Chefs der Firma M&B-I geweigert hatten die Räumung aufzuschieben, obwohl nur um eine Frist von zwei Wochen gebeten worden war. Ausgemachte Kapitalisten also. Menschen, die andere aus Prinzip auf die Straße setzten. Die die Dete erst leerstehen und verkommen ließen, um sie dann nach der Besetzung räumen zu lassen. Continue reading

„Rassistische Wohnungsanzeige in Bremen“

kopiert aus der taz

Unser Viertel soll weiß bleiben

Ein Makler stellt rassistische Bedingungen für die Wohnungsvermittlung. Das Bremer Amt für Soziale Dienste hilft ihm kritiklos bei seiner Suche.

Der Bremer Schnoor: hier gibt es Tou­ris­t*in­nen und Rassismus in Reinform

55 Quadratmeter, 495 Euro Kaltmiete, mitten im Schnoor – ein gutes Angebot. Allerdings nicht für Schwarze: „Bitte keine Miet-Interessenten aus dem Afro-Bereich“, schreibt ein Schwachhauser Makler unter die Wohnungsbeschreibung. Eine Bremer Behörde hat diese offensichtliche Diskriminierung offenbar nicht davon abgehalten, den Makler bei seiner rassistischen Suche zu unterstützen. Continue reading

Die Halbzeitbilanz der rot / rot / grünen Mietenpolitik

In Bremen steigen die Mieten weiter. Die Nettokaltmieten im Neubau liegen durchschnittlich bei 11,83 Euro, Neuvermietungen von Altbauwohnungen erreichen die 10 Euro pro qm Wohnfläche. Bremen liegt im bundesweiten Trend. Die rot / rot / grüne Leistungsbilanz bei der Versorgung der Menschen mit günstigem Wohnraum fällt bescheiden aus.

Warum steigen die Mieten ?

Angeblich soll es einen Mietmarkt geben, bei dem Angebot und Nachfrage nach Wohnungen den Preis bestimmen. Ginge es nach diesem Prinzip, so müsste mit den Mietsteigerungen in Bremen längst Schluss sein. Bis auf die Metropolen Berlin, Hamburg Frankfurt steigen die Einwohnerzahlen in den Großstädten nicht mehr. Bremen hat seit 2018 fast 3000 Einwohner*innen verloren. In dieser Zeit wurden ca. 4500 Wohnungen neu gebaut.

Der tatsächliche Grund für die ungebrochenen Mietsteigerungen dürften in der Tatsache begründet sein, dass in Deutschland jährlich 70 bis 80 Milliarden Euro von Banken, Hedgefonds, Immobilienfonds und Versicherungen in den Immobilienmarkt gepumpt werden. Ein Werbespot vor der Tagesschau versprach unlängst 6 Prozent Rendite für Anlagen in Immobilien. Etwa ein Drittel aller Kreditvergaben in Deutschland fließen in den Immobiliensektor. Continue reading

Analyse der Interkiezionalen zu dem Kampf gegen den jüngsten Angriff auf die Rigaer 94

Gefunden auf: de.indymedia.org (onion)

Vor fast einem Monat beschlossen wir als Bewegung*, defensive Strategien zu überwinden und unsere Offensivität zu stärken. Als Ergebnis längerer Diskussionen, und es soll angemerkt sein dass diese Diskussionen nur mit anhaltender Organisierung zu Ergebnissen führen, begannen Strukturen mit der Umsetzung einer neuen Strategie gegen Zwangsräumungen und der Fokussierung auf die Zerstörung der „roten Zone“ und gründeten ihre eigene Zone im Nordkiez. Eine Zone, die dieses Mal auf Selbstorganisation und Solidarität basierte. Sie schafften es, die Passivität der „rote Zone“ zu „dekonstruieren“ und schufen kollektive Momente und Erfahrungen.

„Die Enteignung der Hausbesitzer*innen liegt auf dem Weg zur Sozialen Revolution“ – Kritik an Kampagne: Deutsche Wohnen kaufen

Im Folgenden teilen wir einen Redebeitrag, der auf dem Anachistischen CSD in Berlin gehalten wurde. Der Text kritisiert die Kampagne „Deutsche Wohnen Enteignen“, diese ist zwar ein Berliner Phänomen, wir denken jedoch, dass der Text einige sehr interessante Fragen bezüglich reformistischer und parlamentarischer Hoffnung im Kampf um günstigen Wohnraum aufmacht. Viel Spaß beim Lesen

In Auszügen gehalten in der Karl-Marx-Allee.

Ursprünglich veröffentlicht auf Kontrapolis. Continue reading

Nach der Zwangsräumung: Spenden für Udo!

Nach der brutalen Räumung durch Müller & Bremermann Immobilien, Gerichtsvollzieherin und Bullen am Dienstag, werden nun Spenden für die Unterbringung des Betroffenen gesammelt:

Udo ist bis zum Bezug der neuen Wohnung am 1. August gut untergebracht. Die Unterbringung verursacht aber Kosten. Daher bitten wir euch um Spenden auf folgendes Konto:

Bremer Erwerbslosenverband e.V.
Verwendungszweck Zwangsräumung Udo
DE66 2905 0101 0080 1276 40
SparkasseBremen

VA: „Lokal und radikal um’s Wohnen kämpfen“

Sonntag, 11. Juli 2021 | 15 Uhr | Altes Sportamt

Wir gehen gemeinsam der Frage nach, was soziale Kämpfe sind und warum die radikale Linke sie aufnehmen sollte. Dies nicht nur abstrakt, sondern ganz konkret am Beispiel Wohnen: Wir zeigen Beispiele für Kampfformen auf, fragen nach dem Stand der Kämpfe in Bremen und nach ihren Bedingungen. Vier Stunden mit Aufrufen zur Einmischung, fiesen Vermieter-Tricks, kleiner Stadtkunde über die bremische Mietlandschaft und Geschichten aus dem Mieter*innen-Widerstand.

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Kampf um die Rigaer Straße in Berlin: Immer mehr linke Projekte werden geräumt, Freiräume wie das Haus müssen erhalten bleiben.

Aggressive Solidarität mit den bedrohten Projekten in Berlin – Gegen die Stadt der Reichen!

Abgeschrieben von: diym-leftspace-onion-service (Tor-Browser)

„Wir haben uns vergangene Nacht in der aufgewerteten Bremer Neustadt die Straße genommen. Dabei gingen die Scheiben von zwei Immobilienbüros und einer Bankfiliale zu Bruch. Eine brennende Straßenbarrikade sicherte unseren Abgang. Continue reading