„Nazis bedrohen Flüchtlingshelfer“

kopiert von taz.de

„… dann gnade Euch Gott.“

In Bremerhaven agitieren zunehmend Neo-Nazis der Partei „Die Rechte“ – unter anderem durch Aufkleber, die eine massive Drohkulisse aufbauen.


Die Neonazi-Partei „Die Rechte“ steht unter Beobachtung des Verfassungsschutzes

Die Partei „Die Rechte“ bedroht offenbar den Bremerhavener Verein „Dialog“. Der hat berichtet, dass die Neonazi-Gruppe einen Aufkleber mit einem fälschlicherweise dem nationalistischen Dichter Theodor Körner zugeschriebenen Zitat auf ihrem Briefkasten hinterlassen habe: „Noch sitzt ihr da oben […]. Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten, dann richtet das Volk, dann gnade euch Gott.“ Der Verein setzt sich für die Belange von Migrant*innen und Geflüchteten ein. Continue reading

VA: Die Bremer AfD & die Identitäre „Bewegung“

Dienstag, 18. September 2018 | 19 Uhr | Brodelpott (Schleswiger Str. 4)

Die Bremer AfD & die Identitäre „Bewegung“
mit: Andreas F. Albrecht

Seit ein paar Monaten ist bekannt, dass der Bremer AfD
Bundestagsabgeordnete Frank Magnitz sein Wahlkreisbüro in Bremen Walle eröffnet hat. Seine Mitarbeiter: Neonazis der Identitären Bewegung. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit und wie äußert sie sich? Was heißt das für Menschen, die nicht ins Weltbild der Rechten passen, die andere Meinungen haben, denen eine andere Herkunft oder eine andere Religion zugeschrieben wird? Andreas F. Albrecht publiziert zum phänomenbereich Neurechte und Rechtsextremismus, recherchiert seit vielen Jahren zur AfD Bremen, kennt Akteur*innen, Netzwerke und Strategien der Rechten. Nach dem Vortrag wird es Raum für Fragen und Diskussion geben.
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„Graue Wölfe in Bremen: Vergessene Faschisten“

kopiert aus der taz

Unscheinbare Vereine sind Rückzugsorte für türkische Rechtsextreme. Sie mobilisieren für das Türkentum – und gegen Kurden.


Arglose Passant*innen ahnen meist nicht, dass hier rechtsextreme Graue Wölfe ihren Verein betreiben: die türkische Familien Union in Walle

Es ist eine unscheinbare Straßenecke. Ein Eckhaus mit Morgensonne, direkt an der Straßenbahnhaltestelle. Ein paar verdreckte Stufen führen zur Eingangstür hoch, vor dem Aufgang liegt meist Müll herum. Einladend ist es nicht. Auf einer vergilbten Markise steht: Bremen Türk Aileler Birliği, übersetzt: türkischer Familienverband Bremen. Unverdächtig ist zunächst auch das Schild über dem Eingang: „Türkische Familien Union e. V.“. Dabei haben türkische Rechtsextreme der Partei MHP (Milliyetçi Hareket Partisi) hier ihre Vereinsräume.

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„AfD-Nachwuchs im Visier“

kopiert aus der taz

Verfassungsschutz in Bremen und Niedersachsen beobachtet die Junge Alternative. Die überlegt, die beiden Landesverbände aufzulösen.


Ihn will die Junge Alternative aus dem Verband ausschließen: Lars Steinke

„Schwarz-rot-gold ist bunt genug!“, schrieb die Junge Alternative (JA) Niedersachsen während der Fußballweltmeisterschaft auf ihrer Facebookseite. Die Jugendorganisation der AfD macht damit deutlich, wie sie die deutsche Gesellschaft gern hätte. Den Nationalsozialismus nennt die JA in dem sozialen Netzwerk die „ominösen 12 Jahre deutscher Geschichte“.

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„Timke postete offenbar Chemnitz-Haftbefehl bei Facebook“

kopiert von buten & binnen

Ermittler durchsuchten Jan Timkes Wohnung und beschlagnahmten unter anderem sein Handy // In der Bürgerschaft sitzt er für die Gruppe „Bürger in Wut“, die als rechtspopulistisch gilt // Auf Timkes Facebook-Seite wurden Bilder des Chemnitzer Haftbefehls veröffentlicht

Ermittler durchsuchten am Mittwochabend Privaträume des Politikers Jan Timke aus Bremerhaven und beschlagnahmten sein Handy, einen Computer und ein Tablet. „Das müssen wir jetzt auswerten“, sagte Oberstaatsanwalt Frank Passade am Donnerstag. Auf Timkes Facebook-Seite waren Bilder eines Haftbefehls veröffentlicht worden, den das Amtsgericht Chemnitz erlassen hatte. Dieser richtet sich gegen einen der mutmaßlichen Täter des tödlichen Messerangriffs auf einen 35-Jährigen am Wochenende. Das Posting bei Facebook wurde inzwischen gelöscht.

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AfD-Funktionär darf nicht mehr für Radio Bremen arbeiten

kopiert aus dem Weser Kurier

Hinrich Lührssen darf nicht mehr für Radio Bremen arbeiten

Nach seiner Berufung in den AfD-Vorstand darf der Journalist Hinrich Lührssen nicht mehr für Radio Bremen tätig sein. Ein Funktionärsposten sei etwas anderes als ein Parteibuch zu haben, teilte der Sender mit.


Hinrich Lührssen wird zukünftig nicht mehr bei Radio Bremen zu sehen sein

Der Sender Radio Bremen wird TV-Reporter Hinrich Lührssen keine Aufträge mehr geben. Nachdem bekannt geworden war, dass Lührssen in den Landesvorstand der Bremer AfD berufen wurde (wir berichteten), hatte die Rundfunkanstalt den freiberuflichen Journalisten, der neben Radio Bremen bundesweit für TV-Sender wie Stern TV arbeitet, erst zu einem Gespräch gebeten.
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Nazi-Baguettes á la KC

Sänger der Neonazi Band “Kategorie C”, Hannes Ostendorf, betreibt Baguetterie am Bremer Uni-Campus

Die Universität ist ein zentraler Ort multikultureller Begegnung. Ausgerechnet an diesem Ort betreibt der bundesweit bekannte Neonazi und Sänger der Band “Kategorie C”, Hannes Ostendorf, zusammen mit Ehefrau Tanja Ostendorf, seit wenigen Wochen einen Imbisswagen an der HauptKreuzung zum Campus der Universität, Otto-Hahn- und Universitätsallee, direkt am Studierenden-Wohnheim.

Von Mo. – Fr. von ca. 11.30 – 15.00 Uhr, öffnet der unscheinbare Imbisswagen direkt neben einem leeren Verkaufsraum, der zum Gebäude des Betreibers der Studierenden-Wohnheime, The Fizz – International Campus GmbH, gehört. Die Menschen die in den Mittagsstunden an dem Wagen Baguettes essen sind bislang ahnungslos. Wen sie vor sich haben und wohin ihr Geld fließt, erfahren die Gäste selbstverständlich nicht von Tanja Ostendorf. Die als Verkäuferin allein im Wagen steht. Wenn Hannes Ostendorf nachmittags zum Abbauen auftaucht, bemerken Gäste auch nicht die Labels seiner Kleidung, die auf die Nazi-Hooligan-Szene verweisen. Continue reading

„Wegducken funktioniert nicht“

kopiert von afdwatchbremen.com

Ein Kommentar zum Fall Lührssen, die Medien und AfD

Vor einer Woche war die Welt beim Sender Radio Bremen noch in Ordnung. Unterstützer der extremen Rechten waren irgendwo außerhalb des Senders zu finden, nicht im Sender. Nachdem sich wohl der erste Schock über die Mitteilung gelegt hat, Hinrich Lührssen arbeite nicht nur für die Presse, sondern fortan ausgerechnet mit denen die propagandistisch gegen sie arbeiten, wird es Zeit einen sachlichen Blick auf den Fall zu werfen und Fragen zu stellen.

Eines gleich vorweg: JournalistInnen haben selbstverständlich das Recht auf eine eigene politische Meinung und ein Privatleben. Dies gilt auch für Hinrich Lührssen, der aktuell für Buten un Binnen und stern TV als freier Mitarbeiter tätig ist. Doch als Parteivorstand der AfD gestaltet Lührssen die Politik der Partei aktiv mit und ist für diese mitverantwortlich. Die Fragen, die sich die Redaktionen denen Lührssen angehört, nun stellen müssen sind:

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„TV-Journalist äußert sich zu Engagement in Partei“

kopiert aus dem Weser Kurier

Der Bremer TV-Reporter Hinrich Lührssen hat sich erstmals zu seinem Engagement im Landesvorstand der AfD geäußert. Demnach will er sich für eine Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks einsetzen.


Hat sich der Bremer AfD angeschlossen: Hinrich Lührssen.

Nachdem der TV-Reporter Hinrich Lührssen in den Landesvorstand der Bremer AfD berufen wurde (wir berichteten), hat sich der Journalist, der auch für Radio Bremen arbeitet, am Montag erstmals selbst zu Wort gemeldet. „Unsere Heimatstädte Bremen und Bremerhaven brauchen eine starke konservative Kraft“, begründet Lührssen in einer schriftlichen Stellungnahme. Continue reading

„Landesvorstand formiert sich“

kopiert von afdwatchbremen.com

AfD Landesverband beruft Radio Bremen Journalisten und Tochter des Landeschefs in den Vorstand

Kurz war es auf der Seite des Landesverbandes der Bremer AfD zu lesen, bevor die Mitteilung wieder zurückgezogen wurde. Der Vorstand des Landesverbandes habe die Tochter von Frank Magnitz, Landeschef und Bundestagsabgeordneter der AfD in Bremen, Ann-Katrin Magnitz “via Kooptierung in den Landesvorstand berufen“, schreibt der Verband. – Die eigene Tochter an den steuerfinanzierten Tisch zu holen täuscht fortan zumindest Beteiligung von Frauen in der patriarchalen Führungsspitze an, birgt für sich selbst aber wenig überraschendes. Ann-Katrin Magnitz war schon des Öfteren an der Seite ihres Vaters öffentlich aufgetreten. In Bremen zuletzt gemeinsam mit der vom Verfassungsschutz beobachteten Bremer “Identitären Bewegung“. Zusammen mit Magnitz soll auch Uwe Feigenträger in den Vorstand gewählt worden sein.

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