„Demaskierter Populismus“

kopiert aus der taz

Bürger in Wut betreiben Richterschelte

Die Bürger in Wut beklagen vermeintlich laxe Strafen und milde Urteile der Bremer Gerichte. Justizsenator, Richterbund und Fachpolitiker*innen widersprechen.


Muss sich gegen rechtspopulistische Stimmungsmache wehren: Justitia

Viel Kritik ernten die Bürger in Wut (BiW) mit populistischer Richterschelte. Sowohl Justizsenator Martin Günthner (SPD) als auch der Richterbund und Fachpolitiker*innen der übrigen Parteien kritisierten eine Äußerung des BiW-Abgeordneten Klaus Remkes. Der hatte im Weser-Kurier von einer „laxen Spruchpraxis“ an Bremer Gerichten gesprochen, deren Milde die Glaubwürdigkeit des Rechtsstaats gefährde – obwohl die Studie, auf die er sich beruft, das gar nicht hergab (siehe Kasten).

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„Esso gibt Besetzern Zeit“

kopiert aus dem Weser Kurier

Die sogenannte Ölhafen-Crew hat am Reformationstag ein Gelände des Öl-Konzerns Esso in der Überseestadt besetzt. Das Unternehmen droht mit Klagen, nun wird die Gruppe wohl weiterziehen. Wohin, das ist offen.


Die Ölhafen-Initiative muss das Esso-Gelände in der Bremer Überseestadt verlassen.

Der Öl-Konzern Esso räumt der sogenannten Ölhafen-Crew bis Montag Zeit ein, das besetzte Gelände des Unternehmens in der Bremer Überseestadt zu verlassen. Bis dahin sollen die Besetzer das Areal an der Stephanikirchenweide verlassen, ansonsten wolle Esso rechtliche Schritte einleiten – darauf einigten sich der Konzern und die Ölhafen-Crew. „Wir hoffen, dass sie sich an das Versprechen halten“, sagte Stephan Voigt, Sprecher des Unternehmens. Ein Mitglied der Ölhafen-Crew sagte, dass man wie verabredet die Fläche fristgerecht verlassen werde. „Eine Konfrontation ist nicht unser Ziel“, sagte er.

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Film: „Möglichst freiwillig“

Film und Gespräch

Donnerstag, 22. November 2018 | 18 Uhr | City46

Nach dem Willen der ­Bundesregierung sollten Ausreisepflichtige Deutschland verlassen. Und zwar am besten: »Möglichst freiwillig«.

Ein Film über Freundschaft, Schule, Abschiebung, Migration, Roma, Rassismus, Deutschland, Mazedonien, Armut, Hoffnung.
Zijush ist 13 Jahre alt, als er Deutschland verlässt. Er muss mit den Eltern und seiner Schwester zurück in die mazedonische Hauptstadt Skopje. Seine Freunde und Freundinnen in Bremerhaven wollen das nicht akzeptieren. Weil Zijush in Mazedonien noch nicht wieder in die Schule geht, rufen sie ihn an – und holen ihn per Smartphone zurück in den Unterricht.
Der Film folgt Zijush nach Skopje. Begleitet seine Lehrerin, die ihren Schüler in der mazedonischen Hauptstadt besucht. In Skopje wird Zijush angegriffen, weil er Roma ist. Continue reading

„Wie die Revolution sich selbst fraß“

kopiert aus der taz

100 Jahre Neubeginn in Bremen

Nicht ganz drei Monate lang herrschte in Bremen der Arbeiter- und Soldatenrat. Das Experiment scheiterte am Realitätsverlust der radikalen Köpfe.


Forderte Geiselerschießungen von SPD-Politikern: der Revolutionär Karl Plättner

Schon bevor der Arbeiter- und Soldatenrat im November 1918 in Bremen die Macht übernimmt, hat sich die Stadt zu einer linksradikalen Hochburg gemausert, die sich am Bolschewismus orientiert. Das hat mit der SPD zu tun, die in Bremen seit jeher als besonders links gilt, vor allem aber mit Johann Knief – und der Geschichte um den russischen Emigranten Radek.

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Veranstaltungen zum Klimawandel und Klimakrise

Ende November findet in Krakau der Klimagipfel statt, bei dem über die Umsetzung des Klimaabkommen von Paris verhandelt wird. In Paris haben sich 2015 alle Staaten dazu verpflichtet, die Erderhitzung auf maximal 2°C zu begrenzen- wenn möglich gar auf 1,5°C. Nach dem jetzigen Stand der Forschung war im Jahr2017 ein Anstieg von bereits 1°C erreicht. Wenn der Ausstoß von CO2 und anderen Treibhausgasen wie bislang kaum vermindert anhält, droht ein globalen Anstieg der Temperatur um deutlich mehr als 2°C. Dies hätte weltweit und auch in Deutschland massive soziale, ökologische, wirtschaftliche und politische Auswirkungen und kann nur durch eine deutlich engagiertere Klimapolitik verhindert werden.

Vor diesem Hintergrund richtet das FeliZ-Plenum in Kooperation mit dem AStA der Uni Bremen zwei Veranstaltungen aus:

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„JOURNALISTEN WIE SIE ABKNALLEN“

kopiert von afdwatchbremen.com:

Das AfD Mitglied aus Bremen, Marcus Brünjes, twittert während der Ausstrahlung des ARD Presseclubs, das er es schade findet, dass die neonazistische Terror-Organisation “Revolution Chemnitz” aufflog, bevor sie JournalistInnen ermorden konnten

Wer in die völkisch-nationalistischen Abgründe der AfD blickt und verstehen will wie sie im Inneren tickt, wie sie ihre Mitglieder radikalisiert und Teile der Bevölkerung zu Gewalt anstachelt, braucht dieser Tage nur einmal Marcus (Marc) Brünjes jüngste Internet-Aktivitäten verfolgen.

Marc Brünjes (urspr. CDU Wähler) kommentiert, repostet und liked das gesamte völkische Online-Angebot rund um Höcke und Konsorten. Und besonders das der Bremer AfD. Neben der Galionsfigur Höcke, findet Brünjes Gefallen an der NPD und Udo Pastörs (NPD). Auch eine FB Hommage an Julius Streicher (NSDAP – Herausgeber “Der Stürmer”) wird unterstützt. Ganz offen richtet Brünjes zwischen seinen Hass-Postings immer neue Accounts ein, die reine Propaganda-Kanäle für die “Identitäre Bewegung” (IB) sind und betont, dass das im Sinne der AfD sei. Vor wenigen Wochen schreibt Brünjes “Es gab eine Zeit, da waren Journalisten die Wächter der Demokratie. Heute sind sie nur noch Agitatoren ihrer eigenen Agenda oder der jeweiligen Staatsmacht. Verkommenes Pack!”. Continue reading →

„Bremerhaven: Mehr als 1000 Menschen demonstrieren gegen Rechts“

kopiert von weser-kurier.de:

Am Samstag haben mehr als 1000 Menschen in Bremerhaven friedlich für Demokratie und gegen Rechts demonstriert. Laut Angaben der Veranstalter waren es rund 1700 Teilnehmer.


Mehr als 1000 Menschen haben in Bremerhaven demonstriert. (Symbolbild)

Laut Veranstalter haben am Samstag mehr als 1700 Teilnehmer unter dem Motto „Bremerhaven bleibt bunt“ gegen rechts und für mehr Demokratie und Solidarität demonstriert. Die Polizei schätzt die Anzahl der Teilnehmer auf deutlich mehr als 1000. Continue reading

System change, not climate change!

Der Klimawandel wartet nicht, bis die Umweltminister*innen sich geeinigt haben – Gehandelt werden muss jetzt!

Schon zum zweiten Mal in diesem Jahr treffen sich die Umweltminister*innen der Länder in Bremen und schon wieder wird nur geredet. Mutigere Menschen im Hambacher Forst und anderswo kämpfen gegen den Klimawandel und einen Kapitalismus, der unsere Zukunft verspielt.

Machen wir uns nichts vor: Klimagipfel und Umweltminister*innenkonferenzen werden den Klimawandel nicht stoppen, das müssen wir schon selber tun!.

System change, not climate change!

PM: „Brutales Vorgehen der AfD bei Protesten gegen den Parteitag“

„Wir werden hier ganz schnell andere Verhältnisse schaffen“ (Frank Magnitz auf dem Podium der AFD in der Bremer Bürgerschaft am 25.10.2018)

Wie diese Verhältnisse aussehen, konnten vier Aktivist*innen bei einer Theateraktion während der Proteste gegen den Niedersächsischen AfD-Parteitag am 28.10. in Oldenburg erleben. Bei dem Versuch, eine Performance durchzuführen, wurden zwei Personen durch das äußerst brutale Vorgehen von Mitgliedern der AfD erheblich verletzt.

Der Vorfall ereignete sich abseits von Polizei und Presse im Treppenhaus zum Aufgang des Parteitags. Nachdem die Antifaschist*innen ausschließlich durch geöffnete Türen (mit)gegangen waren und auf dem Parteitag eine Performance gegen die rassistische Politik der AfD zeigen wollten, stürzten sich ein Mann der parteieigenen Security sowie zwei AfD-Mitglieder auf die vier Aktivist*innen. Neben drei gezielten Faustschlägen auf den Kopf von Nikolas M. erlitt Luise S. eine schwere Knieverletzung. Die Betroffenen wandten sich erst jetzt an die Presse, da die Behandlung der schweren Verletzungen Vorrang hatte. Gegen die AfD-Mitglieder wurde Strafanzeige wegen Körperverletzung durch den Bremer Anwalt Martin Stucke erstattet.
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