„Desaster perfekt“

kopiert von afdwatchbremen.com

Die über Monate angekündigte Demonstration des “Bremer Frauenmarsch” scheitert auf ganzer Linie. Grund zur Entspannung gibt es dennoch nicht

Der von AfD Akteurin De Buer geplante Aufmarsch durch die Innenstadt und durchs Viertel blieb aus. Da half zuletzt nicht einmal mehr der Aufruf der NPD Niedersachsen. Für das endgültige Scheitern sorgten zum einen über 800 GegnerInnen völkisch-rassistischer und antifeministischer Propaganda. Zum anderen die Inkompetenz der OrganisatorInnen und das Desinteresse vom “Volk”.

Wer am vergangenen Samstag auf dem Marktplatz zugegen war fand nur einen mit Deutschland-Fahnen umstellten Anhänger vor, der als Bühne für Redebeiträge fungieren sollte. Sowie eine kleine Gruppierung von AfD Fans, die dem Aufruf von De Buer dann doch noch gefolgt waren. Im Vorfeld gab es offensichtlich erneut Streitigkeiten untereinander. Mit der Ausrede “die Antifa” verunsichere sie, sagten die angekündigten TeilnehmerInnen De Buer kurzfristig ab. Der AfD Propaganda-Kanal “Riko TV“, geführt von AfD Funktionären aus Osnabrück, die bislang mit ihrer Kamera keinen Aufmarsch ausließen, sagten in der Nacht vor dem Aufmarsch ebenfalls ab. Somit zerfiel der Aufmarsch im Grunde auf die Anzahl an OrganisatorInnen selbst. Gegen 14.00 Uhr, als die Demonstration starten sollte, verschanzten sich die AkteurInnen stattdessen hinter ihrem Anhänger vor der herannahenden Gegendemonstration. 1,5 Stunden früher als geplant, gegen 15.30 Uhr, brach De Buer die Versammlung ab. Das Desaster war perfekt.

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VA: „Feminismus von Rechts“

Freitag, 24. August 2018 | 19 Uhr | Buchte

Frauen* in der ersten Reihe auf rechten Demonstrationen, Alice Weidl in einer hohen Position der AFD und mit der Kampagne „120 Dezibel“ möchte die Identitäre Bewegung gegen sexualisierte Gewalt Alarm schlagen.
Diese im ersten Moment scheinbar für die Rechte Szene ungewohnt „feministische“ Entwicklung ist aber ein alter Trick. Sexualisierte Gewalt gegenüber Frauen* instrumentalisiert für rassistsiche Hetze. In unserem Workshop wollen wir diese Vorgehensweise der neuen Rechten analysieren und darstellen warum „Feminismus“ von rechts immer antifeministisch und rassistisch ist.

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VA: „Die Neue Rechte“

Freitag, 17. August 2018 | 19 Uhr | BDP-Haus

Springerstiefel, Glatze, Bomberjacke: das typische Bild vom Neonazi. Ist das noch aktuell?
Wir wollen euch einen Einblick in die Veränderung der Rechten Szene durch Aneignung linker Auftritsformen, veränderten ausdruckweisen und neuen Aktionsformen geben. Gleichzeitig möchten wir über Möglichkeiten reden, wie der Kampf gegen Rechts angepasst werden sollte.

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„Polizei Bremen braucht Nachhilfe“

kopiert aus der taz

Kurze Hosen sind verdächtig

Flyer verteilen ist kein Verbrechen: Die Polizei hat bei einem Kino-Abend mit Andrea Nahles die Meinungs- und Versammlungsfreiheit eingeschränkt.


Ein vollkommen unverdächtig gekleideter Passant vor dem City-46-Kino in Bremen

Das Äußere lässt den Zivilpolizisten Günter M. sofort stutzig werden: Ein „unüblich“ gekleideter Mann betritt das Foyer des Kinos. Für den Ordnungshüter mit 39 Jahren Berufserfahrung heißt das: „Er trug kurze Hosen und Sandalen.“ Auffällig auch sein Verhalten: Er verteilt Flyer. Sofort geht M. auf den Mann zu, will wissen, was auf den Flyern steht. Der Mann jedoch will ihm kein Flugblatt geben, will dazu noch fliehen. M. denkt: „Treffer!“, und packt zu. Danach kommt es zu einer kleinen Rangelei, der Mann kann sich befreien. Vor der Tür des Kinos bekommt er den Sandalenträger aber erneut zu packen. Eine Anklage wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte bringt das dem Mann ein. Continue reading

„NSU-Urteil: Bremer Aktivisten fordern weitere Aufklärung“

kopiert von butenunbinnen.de

300 Menschen zogen vom Ziegenmarkt zum Landgericht // Aufklärung der NSU-Verbrechen sei nicht abgeschlossen // Linkes Bündnis hielt am Morgen Kundgebung am Goetheplatz

Nach dem Urteil im NSU-Prozess haben am Abend rund 300 Menschen in Bremen weitere Aufklärung gefordert. Die Demonstranten zogen vom Ostertorviertel zum Bremer Landgericht und wieder zurück. Sprecher erklärten, die Aufarbeitung der NSU-Verbrechen sei nicht abgeschlossen. Auch nach 400 Verhandlungstagen seien noch zu viele Fragen offen. Insbesondere die Rolle des Verfassungsschutzes müsse weiter untersucht werden. Continue reading

Straßenschilder mit Namen von NSU-Opfern überklebt

Straßen umbenannt

Unbekannte haben am Montag in Bremen mehrere Straßennamen nach den Opfern der Terrorgruppe NSU benannt und die Schilder überklebt. Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung.

Viele Straßen trugen am Montag die Namen der Opfer des rechtsextremen Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU). So wurden u. a. die Schilder der Bismarckstraße, des Ostertorsteinweges, der Hermann-Böse-Straße und der Contrescarpe überklebt. Die Aktivisten hinterließen dabei laminierte Gedenkschreiben an den Pfosten. Auch der Aumunder Heerweg in Vegesack wurde umbenannt und der Fußgängerüberweg mit Parolen besprüht.

Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung, da sich die einige der „neuen Schilder“ nicht rückstandsfrei entfernen ließen.

Quelle: Bullenpresse

bunten & binnen: Straßenschilder mit Namen von NSU-Opfern überklebt

„Polizei Bremen ermittelt nach Demonstrationen“

kopiert von weser-kurier.de

Nach Auseinandersetzungen auf dem Marktplatz ermittelt die Polizei Bremen wegen Körperverletzung, Landfriedensbruchs und Beleidigungen. Sie prüft auch ein Foto, das jemanden beim Hitlergruß zeigen könnte.


Feindliche Lager: Linke Demonstranten werden von der Polizei umkreist, damit sie die Versammlung des Frauenmarsches nicht stören.

Nach der Demonstration in der Bremer Innenstadt am Samstag, bei der das Bremer Bündnis gegen Rechts gegen einen geplanten Frauenmarsch protestierte, hat die Polizei Bremen Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung, Landfriedensbruch, Beleidigungen und Verstößen gegen das Versammlungsgesetz aufgenommen. Dies teilt sie am Sonntagmorgen mit. Continue reading

Solidarität mit Zwiebelfreunden

Solierklärung

Am 20. Juni durchsuchten Bullen Wohnungen von Aktiven im Vorstand des Vereins Zwiebelfreunde sind in mehreren deutschen Städten.

Der Verein Zwiebelfreunde setzt sich seit sieben Jahren für technische Lösungen zur Anonymisierung ein und schult Menschen im Umgang mit Anonymisierungstechniken. Er betreibt unter TorServers.net Relays der Anonymisierungssoftware Tor und hilft Betreibern technisch und juristisch. Daneben unterstützt der Verein andere Organisationen beim Sammeln von Spenden. Ins Visier polizeilicher Maßnahmen gerieten die Vereinsvorstände zwar nicht etwa als Verdächtige, sondern als Zeugen. Continue reading

VA: „Stockholm – Auf dem Weg zu einem Generalstreik von unten!“

Samstag, 21. Juli 2018 | 19.30 Uhr | Infoladen

mit Genoss*innen der Autonomous Revolutionary Nordic Alliance (ARNA)

In Schweden gibt es den Vorschlag das Streikrecht in einer Weise einzuschränken, die radikale Gewerkschaften bedroht und die Tür für reformistische Gewerkschaften öffnet.
Dies ist Teil eines größeren Prozesses in Europa, bei dem die Rechte der Arbeiter*innen gezielt angegriffen werden: von Frankreich über Italien bis nach Schweden.
Am 25. August findet in Stockholm eine Massenaktion statt zur Verteidigung des Streikrechts nicht nur in Schweden, sondern in ganz Europa. Continue reading