Antisemitisches Outingportal Abschalten!

Die antisemitische Seite „judas.watch“ sammelt Namen von angeblichen „Verrätern an weißen Personen“ und will „jüdischen Einfluss“ dokumentieren. Behörden wissen davon – reagieren aber nicht.

Die Hinterleute agieren im Verborgenen. Sie seien „in Phase 1“ und es gehe um das Sammeln von Daten, um „Anti-weiße und anti-westliche Bestrebungen deutlich zu machen“. Feindbild ist die offene plurale Gesellschaft. Der Fokus, so schreibt die Webseite, läge auf dem Outing von „Insidern“. Man solle das Wort „Judas“ beachten.

Juden stehen im besonderen Fokus der Webseite. Ihre Namen sind mit einem Davidstern markiert. Über die Veröffentlichung ihrer Vita sowie Kontaktdaten und einen Hinweis auf ihr „schädigendes Verhalten“ zeigt sich die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde für München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, im Interview mit dem ARD-Politmagazin Report München entsetzt: „Das ist es eine sehr mulmige Angelegenheit. Das muss ich offen und ehrlich zugeben. ‚judas.watch‘ – dieser Titel sagt schon einiges aus. Ich habe großes Unverständnis, dass so etwas überhaupt möglich ist, dass eine solche Hetze zulässig ist.“

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Seenotrettung im Mittelmeer – Iuventa 10 fight for solidarity

Wann? Am MIttwoch, 28.08.2019 um 18 Uhr
Wo? Tivolisaal im Gewerkschaftshaus Bremen, Bahnhofsplatz 22 – 28, 28195 Bremen

Täglich sterben Menschen im MIttelmeer an den Außengrenzen der EU. Die DGB-Jugend Bremen hat daher ein Crewmitglied des Rettungsschiffs IUVENTA eingeladen. Neben einem Erfahrungsbericht über zivile Seenotrettung soll es außerdem um die politischen Hintergründe gehen:

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Für die Publikationsfreiheit!

Wir rufen zu Spenden für ein Solidaritätsprojekt gegen Zensur und für die Publikationsfreiheit auf: Für die Wiederveröffentlichung von beschlagnahmten (jedoch nicht verbotenen) Büchern sind wir auf solidarische Spenden angewiesen.

Es geht um den von Bundesinnenminister Horst Seehofer verbotenen kurdischen Mezopotamien Verlag. Am 12. Februar 2019 ist der Verlag, ebenso wie der benachbarte MIR Musikvertrieb verboten worden. Beiden wird unterstellt, Unterorganisationen der Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) zu sein. Continue reading

Zecken, wählt Zecken!

Vom 17.-21.06. an der Uni wählen gehen und linken AStA sichern! In der Woche vom 17.-21.06. sind Studierendenratswahlen an der Uni Bremen – von deren Ergebnis hängt ab, ob es wieder einen linken AStA geben wird.
Damit die Zusammenarbeit zwischen linken Gruppen und AStA fortgeführt werden kann wie bisher, benötigen wir eure Unterstützung! Ein linker AStA ist keine Selbstverständlichkeit! Packt euren Studiausweis ein und wählt KRALLE – für den Erhalt einer starken linksradikalen Liste im SR und AStA!

checkt kralle-bremen.de

In Europa wird gewählt und alle Kanäle sind gefüllt mit Aufrufen zur Wahl.

Das schärfste Argument für die Wahl 2019 heißt „Europas Schicksalswahl“. Parteien und Politiker*innen verschiedener europäischer Staaten, die sonst gar nicht harmonieren, rufen zu einem JA zu Europa auf – gegen äußere Mächte und innere „populistische“ Gegner. Diese Rechten, die sonst auch nicht harmonieren, rufen auch zu einem JA auf: sowieso zu ihnen, aber auch zu Europa, dem Europa „der Völker“, das sie versprechen. Beide Fraktionen der konkurrierenden Politiker*innen können und wollen mit der Macht Europas, um die sie sich bewerben, offenbar etwas anfangen. Aber wie kommen in ihren Alternativen der politischen Machtentfaltung die Wähler*innen vor? Worum geht es überhaupt bei diesen Alternativen?

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„WENN WIR STREIKEN, STEHT DIE WELT STILL….“!?

WORKSHOPTAG ZU HINTERGRÜNDEN UND STRATEGIEN EINES QUEER-FEMINISTISCHEN STREIKS

english below

_Datum: 4. Mai 2019, 11 bis ca. 22 Uhr_
_Ort: Mädchen_kulturhaus, Heinrichstr. 21, Bremen_
_Veranstalter*in: Feminismus selber machen – Bündnis_

Weltweit gab es dieses Jahr zum 8. März vielfältige Aktionen im Rahmen des “Frauen*streiks”. Diese haben auf die Situation von Sorgearbeit aufmerksam gemacht, in der vor allem Frauen und Queers unbezahlt oder prekär tätig sind. Und es geht weiter – 2020 soll es auch in Bremen heißen „Wenn wir streiken, steht die Welt still…“

Wer überhaupt dieses „wir“ ist und wie sich dieser Zustand bestreiken lässt, sind nur einige der Debatten, die der “Frauen*Streik” aufgeworfen hat. Wir wollen mit euch über Hintergründe und Strategien des (queer-)feministischen Streiks diskutieren und uns mit feministischen Themen auseinandersetzen.

Dafür bieten wir den Tag über mehrere Workshops an, unter anderem zu den Themen Sexismus, Arbeitsbedingungen im Care-Sektor, feministische Ökonomiekritik, Sexarbeit sowie einen Wendo-Workshop. Zum Abschluss wird es eine Diskussion zum Thema „Frauen*streik“ geben und danach feministische Kneipe zum Vernetzen und weiter diskutieren…

Weitere Infos zum Workshoptag auf:

http://feminismusselbermachen.blogsport.de

Wir freuen uns auf euch!

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Was kommt nach den Gilets Jaunes?

Schade, dass das Brandenburgertor keinen Dachstuhl hat – Notre Dame in Flammen und keine wills gewesen sein

Seit dem 17. November, der ersten großen Mobilisierung mit um die 300 000 Menschen auf den Straßen, hält sich die Bewegung der »Gilets Jaunes«. Sie dauert damit noch länger als die letzte erfolgreiche Bewegung in Frankreich gegen das CPE 2006; diese dauerte zwei Monate und brachte bis zu drei Millionen Menschen auf die Straße.*
Seither gab es nur Niederlagen im Klassenkampf. Das ist die eigentliche »Vorgeschichte« der Gilets Jaunes.

Die »Gelbwesten« sind die wichtigste Bewegung der letzten Jahre. Deshalb beginnen Teile der hiesigen Linken, nach den üblichen Abwehr-Reflexen, über das Eingreifen in solchen Bewegungen auch praktisch nachzudenken.

Aber die Bewegung hat diese beiden Grenzen: sie schafft es nicht, zur Massenbewegung zu werden; und sie schafft es nicht, zum Klassenkampf zu werden, keine großen Fabriken sind in den Streik getreten.
Deswegen fragt dieser Artikel, der im Februar 2019 in der Wildcat veröffentlicht wurde:

Was kommt nach den Gilets Jaunes?

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