Vorbereitungstreffen für 1. Mai Demo

Aufruf zum Vorbereitungstreffen für eine
internationalistische revolutionäre 1. Mai Demonstration in Bremen

Mittwoch, 16.01.2019 | 19 Uhr | Paradox

Der 1. Mai ist für Revolutionär*innen in vielen Ländern ein wichtiger Tag, um der eigenen Geschichte und den Kämpfen der Arbeiter*innenbewegung zu gedenken, zusammen zu kommen und sich miteinander zu solidarisieren und die eigenen Kämpfe gemeinsam auf die Straße zu tragen. Weltweit fanden deshalb und finden vielerorts noch immer am 1. Mai große kämpferische Demonstrationen statt.

Anders als in vielen Ländern und in manch anderen Städten in der BRD wird der Charakter des 1. Mai in Bremen seit Jahren weitgehend von den offiziellen Gewerkschaftsapparaten und Parteien und den Reden ihrer Funktionär*innen bestimmt. Eine klare Kritik am Kapitalismus und kämpferische Perspektiven sind auf der Bühne entsprechend nur selten zu hören – als gute Sozialpartner haben sich die DGB-Gewerkschaften und bürgerlichen Parteien schon lange mit dem Kapitalismus angefreundet und zu seiner Weiterentwicklung beigetragen.

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VA: „Flucht als Verbrechen“

Veranstaltung mit Aktivist*innen von Mare Liberum, Solidarity at Sea und Together we are Bremen

Samstag, 22. Dezember 2018 | 16:30 Uhr | Lichthaus Gröpelingen

Wir wollen euch über die aktuellen Entwicklungen an den EU-Außengrenzen informieren. Am Beispiel der Iuventa-Crew zeigen wir wie aktuell humanitäre Helfer*innen in Europa kriminalisiert werden und welche Rolle faschistische Strukturen dabei spielen. In Zusammenarbeit mit Initiativen aus eurer Stadt werden wir über die Situation bei euch sprechen. Ihr habt so auch die Gelegenheit mit lokalen Aktivist*innen ins Gespräch zu kommen und selber vor Ort aktiv zu werden!

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VA: „Rechte Umtriebe“

Im Januar 2019 bietet der Antifa-AK des AStA Uni Bremen eine Vortragsreihe zum Thema “Rechte Umtriebe” an!

Längst ist landläufig anerkannt, dass in den vergangenen Jahren ein „Rechtsruck“ in der Gesellschaft stattgefunden hat – dass rassistische Hetze seit Pegida wieder zum Fundus des Sagbaren gehört und zu „Sorgen besorgter Bürger*innen“ verklärt wird, dass die Präsenz rechtsradikaler Kräfte in Parlamenten seit den erschreckenden Erfolgen der AfD normal geworden ist, dass profaschistisches Gedankengut durch die Identitäre Bewegung ihren brachialen Glazen-Bomberjacken-Springerstiefel-Style gegen gelb-schwarzes Hipstertum getauscht hat.

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Der französische Aufstand

Wie kann eine Multitude, die innerhalb der aufständischen Bewegung charakterisiert wird, von einer rechten Strömung losgerissen und in eine Klasse transformiert werden, in die Macht der Veränderung sozialer Beziehungen?, fragt Toni Negri in einer am 4. Dezember bei Euronomade veröffentlichten Notiz, die bei Madame Psychosis zuerst auf deutsch erschienen ist und von uns auf dem Debattenblog der Interventionistischen Linken gefunden wurde

PARIS, FRANCE – DECEMBER 01: Teargas surrounds protesters as they clash with riot police during a ‚Yellow Vest‘ demonstration near the Arc de Triomphe on December 1, 2018 in Paris, France. The third ‚Yellow Vest‘ (gilets jaunes) rally in Paris over increased fuel taxes and leadership in the government today caused over 150 arrests in the city with reports of injuries to protesters and security forces from violence that irrupted from the clashes. (Photo by Veronique de Viguerie/Getty Images)

Kann man das Aufstand nennen? Es kommt darauf an, wie das Wort Aufstand gemeint ist.Natürlich, wie es auch gemeint ist, etwas in dieser Art ist passiert. Und es geht möglicherweise weiter. Es sind nicht unbedingt die gewaltsamen Auseinandersetzungen, die an zwei Samstagen in Paris stattgefunden haben. Es sind nicht die Barrikaden, die brennenden Autos auf den Straßen im Zentrum von Paris und nicht einmal die Jacquerien, die hier und da in Frankreich stattfanden und auch nicht die Straßensperren, die überall wuchsen. Zwei Drittel der Franzosen sagen, dass sie die Bewegung grundsätzlich befürworten, die von der Erhöhung des Benzinpreises ausgelöst wurde. Diese Zustimmung übersteigt die Ablehnung der Unruhen bei weitem. Interessant sind in diesem Zusammenhang auch die Zeichen von Befehlsverweigerungen, die ansteckend waren bei der Feuerwehr und dem Polizeikorps.

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VA: „Rassistische Mikroaggressionen“

Mittwoch, 12. Dezember 2018 | 19 Uhr | Lagerhaus

„Wo kommst du eigentlich her? Nein, ich mein ursprünglich?“ – Rassistische Mikro-Aggressionen in der Arbeitswelt und im Privaten.
Ein Podiumsgespräch mit Tahir Della, Ikram Rimi und Selda Kaiser

Es gibt eine Vielzahl alltagsrassistischer Erfahrungen, die als rassistische Mikro-Aggressionen bezeichnet werden können und die Menschen of Color und Schwarze Menschen bei der Arbeit und im Alltag erleben. Allen gemeinsam ist, dass es sich um die Erfahrung handelt, dort Ausgrenzung zu erfahren, wo wir sie oft nicht vermuten und deshalb nicht immer darauf vorbereitet sind: Nämlich im alltäglichen Umgang mit anderen Menschen. Continue reading

DELETE! Förderung des Widerstands gegen den Technologischen Angriff

Das çapulcu redaktionskollektiv untersucht in DELETE! die aktuelle Transformation des Kapitalismus – und damit auch der Machtverhältnisse – durch den ›technologischen Angriff‹.

Der Einfluss der Tech-Giganten auf die Ökonomisierung der entlegensten Lebensbereiche nimmt stetig zu, während klassische politische Institutionen an Bedeutung verlieren. Soziale Punktesysteme verlängern mit ihrem permanenten ›Rating‹ und ›Scoring‹ die Reichweite der lenkenden Disziplinierung weit über die direkte Ausbeutung im Arbeitsverhältnis hinaus.

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VA: „Rechtsrock 2018 – Strukturen & Akteure“

Dienstag, 11. Dezember 2018 | 19 Uhr | Lagerhaus

Allenthalben und allerorten ist zu lesen oder zu hören, Musik bzw. RechtsRock sei das zentrale Moment für den Einstieg in die extreme Rechte. Die fortwährende Rede von der ‚Einstiegsdroge Musik‘ ist jedoch nicht nur sachlich schlicht falsch, sondern reproduziert – meist ungewollt – extrem rechte Propaganda. Das Problem ist gar nicht so sehr, dass Neonazis und andere extreme Rechte Musik machen; im RechtsRock geht es vielmehr vor allem um Geld, um die Bildung von Netzwerken, um das Aushandeln ideologischer Positionierungen und um Selbstverständigung.

In diesem Vortrag soll es daher um die zentralen Akteure der aktuellen deutschen RechtsRock-Szene, deren Handlungsfelder sowie deren Einbindung in regionale, nationale und internationale Strukturen gehen, die genau zu kennen für jedwede politische Auseinandersetzung mit der extremen Rechten wesentlich ist.

Thorsten Hindrichs ist Musikwissenschaftler, arbeitet an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz und ist als Experte für RechtsRock seit etlichen Jahren in der politischen Bildungsarbeit unterwegs.

Eine Veranstaltung des Bremer Bündnis gegen Rechts

Keinen Fußbreit für „die Rechte“!

Wir haben letzten Samstag in der Kurve ein Transparent gezeigt, zu dem wir ein paar erklärende Worte abgeben möchten.

Im Sommer hat sich in Bremerhaven ein neuer Landesverband der Partei „Die Rechte“ gegründet. Seit dieser Gründung ist in Bremen und vorrangig in Bremerhaven ein vermehrtes Auftreten neonazistischer Aktivitäten festzustellen. So kam es neben Kleberaktionen und Flyerverteilungen auch zu Bedrohungen und Attacken auf antirassistische Menschen und Initiativen. Zum Beispiel tauchten in Bremerhaven bei einen wöchentlichen Infostand, der für eine antifaschistische Demonstration am 11. November warb, mehrmals Neonazis auf und versuchten linke Aktivist*innen einzuschüchtern. Die gleichen Nazis entwendeten ein paar Wochen zuvor bei einer Demonstration anlässlich der „Aktion Seebrücke“ ein Anti-Nazi Banner und präsentierten es später öffentlichkeitswirksam. Erklärtes Ziel der Gruppe um „die Rechte“ ist der (Neu-)Aufbau extrem rechter Strukturen in Bremen und Umzu. Continue reading