capulcu: Die Corona-Krise

Die Corona-Krise
Gewöhnung an das Regiertwerden im Ausnahmezustand

Wir veröffentlichen im folgenden eine Analyse der gesellschaftlichen Folgen des technokratischen Umgangs mit dem Corona-Virus. Der Text kommt von capulcu, einer „Gruppe von technologie-kritischen Aktivist*innen und Hacktivist*innen […]“. Viel Spaß beim lesen! Continue reading

Blog Empfehlungen zur C19-Krise

Strong communities make police and politicinas obsolet!

An dieser Stelle haben wir für euch einige Links zusammengestellt, die euch in der gegenwärtigen Krise feurige Analysen, Werkzeuge für die gegenseitige Hilfe und die wichtigsten News an die Hand geben.

Nachbarschaftshilfe-HB

Nachbarschaftshilfe-HB ist ein mehrsprachiges Projekt, dass direkte gegenseitige Hilfe und Solidarität in Bremen organisiert.

„Wir möchten Menschen, die durch das Corona-Virus besonders gefährdet (z.B. Ältere oder Menschen mit Vorerkrankungen) sind und es deswegen möglichst vermeiden wollen raus- bzw. unter Menschen zu gehen unsere Hilfe anbieten. Beim Einkaufen, Sachen zur Post bringen oder abholen, mit dem Hund spazieren gehen oder andere Dinge erledigen. Es gibt momentan auch viele Leute aus anderen Stadtteilen, die ihre Hilfe anbieten, also falls Sie noch Menschen kennen, die Hilfe benötigen können, geben Sie gern die Nummer/E-Mail-Adresse weiter und wir versuchen etwas zu organisieren. Gemeinsam stehen wir das durch, Sie sind nicht alleine!

Solidarische Grüße!“

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Demo: United we fight – Schulter an Schulter gegen die Repression

Aufruf zur Demo am 22. Februar 2020 um 18:30 Uhr am Verdener Eck

Kontrollen, Festnahmen, Repressionen – auch im neuen Jahr machen Bullen & Staat in Bremen genau da weiter, wo sie 2019 aufgehört haben. Von großangelegten Kontrollen gegen Drogenkonsument*innen im Viertel, über die Festnahme eines vermeintlichen Gebietsleiters der PKK durch den Bremer Staatsschutz bis zumÜberstellen minderjähriger Geflüchteter in andere Bundesländer in Handschellen.

Die Repressionsorgane setzten auf eine Law-And-Order-Symbolpolitik, die Härte demonstrieren soll.

Seine reaktionären Vorstellungen von „Sicherheit“ und „Gefahrenabwehr“ projiziert der Bremer Innensenator mit Unterstützung seiner Behörden auch und gerade auf die lokale Ultraszene. Die Folge sind willkürliche Maßnahmen: Hausdurchsuchungen nach dem Gießkannenprinzip, das Verhängen von Betretungsverboten oder das Einkesseln und rechtswidrige Abfotografieren von knapp 180 Werder-Fans nach dem Augsburg-Heimspiel im Herbst sind Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit. Continue reading

13.-19.1. – Woche der Solidarität mit den politischen Gefangenen in Chile

Nunmehr seit Mitte Oktober dauert die Revolte in Chile an. Trotz eines schier unbegreiflichen Ausmaßes brutaler Gewalt durch die Bullen und das Militär, trotz der zeitweise verhängten nächtliche Ausgangssperren, der Folter und der Morde hat es die staatliche Repression nicht geschafft den Aufstand niederzuschlagen!

Die Leute vom A-Radio in Berlin haben nun einen Solidaritätsaufruf für die politischen Gefangenen in Chile übersetzt und vertont, den Beitrag könnt ihr euch hier anhören.

2019 haben wir nicht nur die Revolte in Chile gesehen. Wir eine ganze Welle von Aufständen über den ganzen Planeten schwappen sehen! Wer hätte gedacht, dass der überall erstarkenden Nationalismus, die neoliberale Zuspitzung der Ausbeutunge durch die Digitalisierung und die Allgemeine Verteuerung auf einen so entschlossen Widerstand stößt? Das sich die Revolten gegenseitig entfachen, ihr Wissen und ihre Taktiken teilen und vergreiten und auf der ganzen Welt die Polizei konfrontieren! Und es ist kein Ende in Sicht. Einige sprechen sogar von einer neuen Ära globaler anarchistisch inspirierter Revolten!

Mehr denn je, ist wegen der butalen staatlichen Repression unser revolutionärer Internationalismus und unsere Solidarität gefragt!

Unterstützt die Gefangenen der sozialen Revolte – in Chile und überall!

Prozess gegen Linksunten Indymedia startet in Leipzig

ALLE AUF NACH LEIPZIG BETROFFEN SIND EINIGE, GEMEINT SIND WIR ALLE!

Einige Zeit ist es nun her und lange ist es ruhig geblieben, seit im August 2017 eine der bedeutendsten Internetplattformen der radikalen Linken vom Innenministerium unter fadenscheinigen Begründungen verboten und daraufhin von den Betreiber*innen vom Netz genommen wurde. Seit 2009 begleitete uns linksunten.indymedia.org in unseren täglichen Kämpfen und stellte uns dafür ein geeignetes Medium zur Verfügung. Auf keiner anderen Plattform mit dieser Reichweite im deutschsprachigen Raum war es möglich, sich anonym und sicher auszutauschen, zu berichten und aufzuklären. Keine andere Plattform schaffte es, derart viele Spektren und Bewegungen zu vereinen, die sich aktiv daran beteiligten, linksradikale Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben.
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Silvester zum Knast!


Am 31. Dezember 2019 um 20 Uhr zur Justizvollzugsanstalt Bremen-Oslebshausen!

Seit einigen Jahren gibt es an Silvester in vielen Städten die Tradition, Kundgebungen und Demonstrationen vor Knästen abzuhalten, um das Knastsystem in Frage zu stellen und an diejenigen Menschen, die seiner Gewalt ausgesetzt sind zu erinnern.

Leute sitzen weiterhin in den Knästen, weil sie sich z.B. die Fahrkarte für Bus und Bahn nicht leisten konnten, die falschen Drogen zu sich genommen haben und in Geldnot keine legale Form mehr sahen um in einer Gesellschaft in der nichts ohne Geld geht über dir Runden zu kommen. Jede*r kennt es mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten. Trotzdem ist es möglich, „die Kriminellen“ immer als „die Anderen“ zu empfinden. Diese Sichtweise wird durch den Knast gestärkt, da er für die Meisten fern und unbekannt ist. Die künstliche Trennung in „böse Kriminelle“ und „gute Normale“ muss aufgebrochen werden, um die Konflikte in dieser extrem
gewalttätigen Gesellschaft bewusst zu machen.

Kriege, Vergewaltigungen, Mobbing usw. sind nur die Spitze des Eisbergs. Unweigerlich entsteht daraus ein Gefühl von permanenter Unsicherheit. In einem solchen Klima erscheinen Forderungen nach einem „Mehr“ an Überwachung, Kontrolle und Strafe als logische Konsequenz, ohne dass
dabei berücksichtigt wird, dass genau das auch einen Teil dieser Gewalt ausmacht.

Menschen handeln so, wie sie es in dieser Gesellschaft erlernt haben. Anstatt gesellschaftliche Konflikte auszutragen, wird das Wegsperren Einzelner, die es gewagt haben, die vorgegebene Ordnung in Frage zu stellen, indem sie Regel gebrochen haben, als Lösung angesehen. Damit
bleiben die gesellschaftlichen Konflikte ungelöst und Menschen werden ihrer Freiheit beraubt.

*Knäste sind ein wesentliches Element zur Stabilisierung dieses Schweinesystems*. Wie wäre es damit Konflikte wieder auszutragen und zu diskutieren, anstatt sie mit staatlicher Gewalt zu unterdrücken? Und genau deshalb gilt auch in diesem Jahr wieder: Vor die Mauern der JVA
Oslebshausen, um an diejenigen zu denken, die heute nicht mit ihren Freund*innen zusammen in das neue Jahr feiern können.

*Gegen Knäste und eine Gesellschaft, die diese braucht! Für eine herrschaftsfreie Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung! Für eine Gesellschaft ohne Knäste!*

* Also Silvester auf zur JVA Oslebshausen!*

E-Scooter sabotieren


Es gibt ganz viele Gründe, gegen die Dinger vorzugehen. Uns ging es nicht darum, dass die E-Scooter im Weg rum stehen und „stören“, sondern dass sie Teil des aktuellen kapitalistischen Systems sind: Pseudo-ökologisch, neoliberal, ausbeuterisch und Beispiel für die Digitalisierung all unserer Lebensbereiche. Ökologie und Kapitalismus
E-Scooter werden oftmals als ökologisch dargestellt. Doch statt des Autos konkurrenzieren sie den öffentlichen Verkehr, das Fahrrad fahren und das Laufen. Die Lebensdauer der E-Scooter liegt bei wenigen Monaten. Bereits wenn die Ladekapazität unter 50% fällt, werden sie am Abend mit einem Diesel- Lieferwagen eingesammelt und aufgeladen. Dazu kommt noch die Produktion, die Verschiffung von China nach Europa und die Entsorgung. Besonders schädlich ist hierbei die Entsorgung der Batterien.
Der E-Scooter Markt versucht sich einen grünen Anstrich zu verpassen und reiht sich damit ein in das aktuelle zerstörerische Marktprinzip. Ein weiterer Bereich des Alltags wird so der kapitalistischen Wertelogik unterworfen. Mit nichts lässt sich heute leichter Geld verdienen als mit „Innovationen“ / Technologien unter einem grünen Deckmantel.
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Wie könnt ihr es wagen! Flugblatt zum Klimastreik


Grimmig und den Tränen nahe las Greta Thunberg den UN-Politfunktionären die Leviten: Seit über 30 Jahren sind die Klimafolgen der einschlägigen Emissionen bekannt, und so gut wie nichts wurde dagegen unternommen. Also appellierte Fridays for Future an die Politiker, endlich aktiv zu werden. Das taten die auch und zeigten mit dem jüngsten Klimapaket, dass ihnen die Klimakatastrophe, gelinde gesagt, am Arsch vorbeigeht. Wie reagiert die Bewegung auf diese kackdreiste Abfuhr? Mit verstärkten Appellen an eben diese Politiker. Deprimierende Zwischenbilanz: Der Herr zeigt ein ums andere Mal, dass ihm die Anliegen seines Sklaven schnurzegal sind, doch der Sklave bettelt unverdrossen um bessere Behandlung. Wie könnt ihr es wagen — so Greta Thunberg. Ja, wie könnt ihr es wagen, eurer eigenen Erkenntnis, dass die Politfunktionäre den Kopf in den Sand stecken, so wenig Bedeutung beizumessen? Kaum habt ihr euch diese Erkenntnis durch einen Blick in die Vergangenheit hart genug erarbeitet, da lasst ihr sie auch schon wieder fahren und verschreibt euch der leeren Hofferei, die offenkundig Unbelehrbaren würden sich durch inständiges Bitten und Herumsitzen auf öffentlichen Plätzen schon zum Guten bekehren lassen. Kein Wunder, dass einige eurer Sprecher kaum mehr in euch sehen als ein Sprungbrett ins grünparteiliche Funktionärstum. Hört ihr nicht, wie sie sich insgeheim über euch lustig machen? Macht es euch nicht stutzig, dass sie im krassen Gegensatz zu Gretas grimmigem Blick schon jetzt so siegesgewiss in die Kameras grinsen wie die dämlichen Visagen auf den Wahlplakaten? Oder meint ihr es am Ende gar nicht so ernst, wie ihr immer tut und wie es der Fahrt aufnehmenden Klimakatastrophe angemessen wäre? Continue reading