Solidarität mit Linksunten! Bullenwache in Flammen

verkohlte Eingangstür der Wach im ViertelBremen in der Nacht zum 28.01.2020. Mit dem Brand an der Bullenwache im Steintorviertel antworten wir auf die anhaltenden staatlichen Angriffe auf unsere Strukturen und das Verbot von Indymedia Linksunten. Das Verbot wird in den kommenden Tagen vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig verhandelt. Das Ergebnis ist für uns nicht relevant. Wir glauben nicht an die rechtsstaatlichen Güter der Presse- und Meinungsfreiheit. Wir stellen keine Forderungen. Im Moment grundlegender gesellschaftlicher Veränderungen wird der deutsche Staat immer seine hässliche Bullenfratze zeigen. „Den autoritären Staat angreifen!“ war das Motto der Demo in Leipzig vom letzten Wochenende. Wir nehmen dies auf und handeln danach. Denn wer repräsentiert den autoritären Staat besser als seine Bullen? Wem steht jede revolutionäre Bewegung auf der Straße gegenüber?

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Gegen den europäischen Polizeikongress!

Keine Gala für Repressionsbehörden!

Demonstration gegen den Europäischen Polizeikongress
31. Januar 2020 | 19 Uhr | Berlin (Richardplatz)

Am 4. und 5. Februar ist es wieder soweit: Wie jedes Jahr tagt der Europäische Polizeikongress, organisiert an “Behörden Spiegel”. Es handelt sich um das größte Vernetzungstreffen von Politiker*innen, Geheimdiensten, privaten Sicherheitsfirmen und Schergen diverser Polizeieinheiten. Der Kongress wird finanziert und unterstützt von Rüstungskonzernen und Unternehmen für Sicherheitstechnik. Continue reading

„Rechts sein heißt nicht Recht haben“

kopiert aus der taz

Niemand muss mit Nazis reden

Politischer Disput ist keine Beleidigung: Staatsanwaltschaft Verden setzt sich vergebens für AfD-Rechtsaußen Frank Magnitz ein.


Wer Ho Chi Minh-Shirts trägt, muss nicht mit Nazis reden

Als Amtsrichter Matthias Wawrzinek­ das Urteil verkündet, einen Freispruch für den Bremer Mario M., ist ihm wichtig, zumindest eine Deutung seines­ Spruchs auszuschließen. „Ich habe nicht gesagt, dass man Herrn Magnitz als Nazi bezeichnen darf“, betont er. „Das kann man diesem Urteil nicht entnehmen.“ Continue reading

Tag X – Gemeinschaftlicher Widerstand gegen Repression

Dezentraler Aktionstag gegen Repression am Samstag vor dem Prozessauftakt zu den G20-Protesten am Rondenbarg

Im Juli 2017 haben wir uns international und spektrenübergreifend zu Zehntausenden nach Hamburg aufgemacht, um lautstark und entschlossen gegen das Gipfeltreffen der zwanzig wirtschaftlich und politisch mächtigsten Staaten der Welt zu protestieren. Wie bei anderen Zusammenkünften bürgerlicher Regierungen, autoritärer Regime und kriegsführender Militärblöcke haben wir es nicht hingenommen, dass sie ungestört ihre wirtschaftlichen und geopolitischen Interessen aushandeln können. Wir sind auf die Straße gegangen gegen die kapitalistischen Verhältnisse, die auf Unterdrückung und Ausbeutung beruhen und für den Tod von Millionen Menschen verantwortlich sind.
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Demo gegen rechte Einschüchterungsversuche

Gemeinsam gegen rechte Angriffe in der Neustadt und anderswo

Freitag 24. Januar 2020 | 17 Uhr | Delmemarkt

Zum dritten Mal in diesem Jahr ist der Linkstreff Buntentor Ziel einer faschistischen Attacke geworden. Nachdem am 02.01. ein Gullideckel in unsere Büroscheibe geworfen wurde, folgte wenige Tage später ein Drohbrief mit einem unbekannten Pulver. Nun, am Abend des 20.01, stellte ein Unbekannter ein Kantholz beschmiert mit Drohungen und antisemitischen Parolen vor unser Büro. Wir nehmen diesen erneuten Angriff auf uns sehr ernst, und fragen uns, was kommt als nächstes? Wir sollen offenbar eingeschüchtert werden. Wir sollen offenbar schweigen.
Das werden wir nicht. Im Gegenteil. Wir rufen alle Demokrat*innen auf, am Freitag den 24.01 um 17.00 Uhr mit uns eine starke Kundgebung gegen rechten Hass und Terror zu veranstalten. Kommt zahlreich.

AfD trifft Hakenkreuz auf Spielplatz

Bislang noch unbekannte Täter schmierten Anfang der Woche ein Hakenkreuz auf einen Spielplatz in Findorff. Die Polizei sucht Zeugen.

Das Hakenkreuz und ein AfD-Schriftzug wurden mit blauer Farbe auf einen Picknicktisch des Spielplatzes an der Corveystraße geschmiert. Die Schmierereien wurden am Freitagmorgen entdeckt, die Polizei alarmiert. […]

kopiert aus der Bullenpresse

Werbemobil von Immobilienfirma in Brand gesetzt | Gegen die Stadt der Reichen!

Folgendes Schreiben hat uns erreicht:

In der Nacht vom 14. auf den 15.Januar 2020 haben wir in Bremen-Findorff ein Werbemobil der Immobilienfirma Hesse und Partner in Brand gesetzt. Immobilienfirmen wie diese profitieren massiv an den steigenden Mieten und der Gentrifizierung unserer Stadtviertel. In der Vergangenheit gab es mehrere Angriffe gegen Immobilienfirmen und andere Akteure der Stadt der Reichen. Unsere Tat verstehen wir als Beitrag im Kampf gegen Verdrängung und Aufwertung. Wir sind solidarisch mit den Leuten, die aus ihren Wohnungen zwangsgeräumt werden, mit allen, die wegen Schwarzfahren einsitzen und mit denen, die der ganzen Scheisse was entgegensetzen und deswegen zum Beispiel in Hamburg vor Gericht stehen. Glück und Freiheit für die drei von der Parkbank! Unsere Herzen brennen! Kein Bulle, kein Staatsanwalt und keine Richterin wird sie löschen! (A)

Post Scriptum: Vor der Aktion haben wir sicher gestellt dass sich niemand in dem Werbemobil befindet.

siehe auch:
Weser-Kurier: Wohnmobil einer Immobilieinfirma gerät in Findorff in Brand
Mopo: Brand bei Immobilienfirma – war es ein Anschlag?

Gedenkspaziergang anlässlich des Jahrestags der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz

Montag, 27. Januar 2020 | 18 Uhr | Am Brill
Link zur Facebook Seite der Veranstalter_innen


„Die Forderung, daß Auschwitz nicht noch einmal sei, ist die allererste an Erziehung. Sie geht so sehr jeglicher anderen voran, daß ich weder glaube, sie begründen zu müssen noch zu sollen. Ich kann nicht verstehen, daß man mit ihr bis heute so wenig sich abgegeben hat. Sie zu begründen hätte etwas Ungeheuerliches angesichts des Ungeheuerlichen, das sich zutrug.“
– Theodor W. Adorno

Am 27. Januar 1945 befreiten Truppen der Roten Armee das Konzentrationslager Auschwitz. Dieser Name steht heute synonym für den industriellen Massenmord der deutschen Volksgemeinschaft an den europäischen Jüdinnen und Juden. In Deutschland und mit Auschwitz manifestierte sich das schreckliche Potenzial einer Weltgesellschaft, die „anstatt in einen wahrhaft menschlichen Zustand einzutreten, in eine neue Art von Barbarei versinkt“ (Adorno/Horkheimer). Den Opfern der Shoah und ihrem Staat sehen wir uns als kommunistische Kritiker*innen dieser Weltgesellschaft verpflichtet.
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„Kantholz mit rechten Botschaften entdeckt“

kopiert von butenunbinnen.de

Unbekannte legten vor Linken-Büro Kantholz mit rechten Botschaften ab // // Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen // Büro in der Bremer Neustadt war schon häufiger Ziel von Angriffen


Unbekannte haben vor dem Büro der Linkspartei in der Bremer Neustadt ein Kantholz mit rechten Botschaften abgelegt. Erst Anfang Januar hatte jemand einen Gullydeckel ins Schaufenster geworfen. (Archivbild)

Ein Büro der Linkspartei in der Bremer Neustadt ist zum wiederholten Mal Ziel einer Drohung geworden. Unbekannte haben laut eines Parteisprechers vor dem Büro im Buntentorsteinweg ein Kantholz mit rechten Botschaften abgelegt. Die Polizei Bremen hat den Vorfall mittlerweile bestätigt. Es sei Anzeige erstattet worden. Da eine politische Motivation nicht ausgeschlossen werden könne, habe nun der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen, teilte die Polizei. Continue reading

VA: „Männerphantasien – Zur Aktualität des Problems ’soldatischer‘ Männlichkeiten“

Diskussionsveranstaltung mit Klaus Theweleit

Donnerstag, 30. Januar 2020 | 19 Uhr | Haus der Wissenschaft

Ende November letzten Jahres wurden die “Männerphantasien” von Klaus Theweleit in einer Neuausgabe wieder aufgelegt. Im Klappentext heißt es:
“Vor 40 Jahren erschien mit Männerphantasien Klaus Theweleits große Untersuchung über die sexuelle, psychologische und soziopolitische Vorgeschichte des Nationalsozialismus in der Weimarer Republik. Das Werk, das für viele als Auftakt der Männerforschung in Deutschland gilt, ist längst zu einem Klassiker auch der Gewaltforschung geworden.
Angesichts der Rückkehr rechten Straßenterrors und faschistoider Positionen, die viele schon an Weimarer Verhältnisse denken lassen, sowie von Propagandafeldzügen gegen freiere Sexualitäten – Stichwort:
»Genderwahn« – sind die Analysen des Buches viel zu brennend, um es im Regal der großen Werke ins Archiv zu stellen.“

Am 30.1.2020 um 19 Uhr wird Klaus Theweleit im Haus der Wissenschaft uns seine heutige Sicht auf das Buch vorstellen und diskutieren was die mit unserer jetzigen Zeit zu tun hat.

Der Veranstaltungsort ist barrierefrei zugänglich.